Die Braunschweigische Lebensversicherung AG, die zusammen mit ihren Rechtsvorgängern auf 150 Jahre Versicherungstätigkeit zurückblicken kann, legte ihren Geschäftsbericht für 1955 vor. Darin kommt zum Ausdruck, daß sich das Neugeschäft stärker dem Großlebensversicherungsabschnitt zugewandt hat. Diese Tendenz hielt in 1956 an. Wenngleich die Verwaltung selbst darauf verzichtet, den Grund für diese Entwicklung anzugeben, so dürfte man mit der Annahme nicht fehl gehen, daß sich hier die ersten Konsequenzen der bevorstehenden Rentenreform abgezeichnet haben. Gegenüber 1954 war der Neuzugang an Versicherungssumme in der Großlebensversicherung um rund 65 v. H. und in der Kleinlebensversicherung um nur 23 v. H. höher. Die Gesamtversicherungssumme betrug Ende 1955 rund 305 Mill. DM nach 262 Mill. DM am Jahresende 1954. Die Beitragseinnahme – ohne Einmalprämien – erreichte 1955 etwa 15,1 (13,3) Mill. DM.

Bei der Kapitalanlage sind die Schuldscheindarlehen und die Wertpapiere in den Vordergrund gerückt. Im Gesamtvermögen von 56,6 (50,2) Mill. DM liegen die Hypotheken mit 27,2 (31,5) v. H. jedoch noch an erster Stelle. Der Anteil der Schuldscheindarlehen macht 23,1 (21,2) und der Wertpapiere 10,8 (6,4) v. H. aus. Der Durchschnittszinsertrag erreichte im Berichtsjahr 6,32 v. H. Der Gewinnrückstellung der Versicherten wurden unverändert 2,2 Mill. DM zugewiesen. Als Gewinn-wurde nur der Betrag ausgewiesen, der zur Deckung der Aktionärsdividende von 6 v. H. und der AR-Tantieme notwendig war. 97 v. H. des erwirtschafteten Ertrages ging an die Versichertenrückstellung. u e