Für jede Krankheit gibt es bestimmte Symptome, aber glücklicherweise nicht für jedes Symptom eine bestimmte Krankheit. Sonst wäre unser ganzes Leben wie ein Krieg, in dem jede Kugel trifft, und unsere Gesundheit nur ein harten auf die Krankheit. Schon die Frage: "Haben Sie Kopfschmerzen?" ließe uns zusammenzucken und schleunigst unser Testament machen. Auch Kopfschmerzen können Vorboten sehr gefährlicher Krankheiten sein. Aber sie können auch daher kommen, daß wir die Nacht vorher gebummelt und ein bißchen zuviel getrunken haben. Außer dieser weitverbreiteten gibt es noch rund 80 andere mögliche Ursachen von Kopfschmerzen, von denen die harmlosen erfreulicherweise nicht nur bei weitem in der Mehrzahl sind, sondern auch bei weitem häufiger auftreten.

Aber immerhin, es könnte doch sein, daß ... sagt der Pessimist und merkt nicht, daß auch sein Einwand schon ein Symptom ist, ein Symptom nämlich für beginnende Hypochondrie. Ein kluger Arzt sagte einmal, die Namen der schlimmen Krankheiten seien wie Gifte, die man sorgfältig unter Verschluß halten sollte. Dasselbe, scheint uns, sollte man auch mit den Symptomen tun,

Es ist sicher gut und nützlich, wenn in medizinischen Zeitschriften und auf medizinischen Kongressen die Symptome der sogenannten "Managerkrankheit" diskutiert werden, und man kam es nur begrüßen, daß die Ärzte, wie kürzlich in Frankfurt bei einem Vortragsabend mit anschließender Diskussion und fettarmer Probemahlzeit, dieser Krankheit einen weniger modebetonten, aber dafür (hoffentlich) treffenderen Namen – "Aufbrauchkrankheit" – gegeben haben. Bedenklich stimmt uns aber die mitgelieferte Liste von sechs

Aufbrauchskrankheitssymptomen:

1. Plötzlicher Leistungsabfall,

2. verminderte Konzentrationsfähigkeit,

3. innere Unruhe,