Schon 1852 hatte Kommerzienrat Franz Haniel beim damaligen Bergamt Düren eine große Bergbaukonzession im Raum Moers bis Uerdingen beantragt und Bohrungen vorgenommen. Als sie sich erfolgreich zeigten, wurde 1857 die heutige Rheinpreußen AG für Bergbau und Chemie gegründet. Im gleichen Jahre begannen die Abteufarbeiten des Schachtes I, dem in den späteren Jahrzehnten die weiteren Schächte folgten.

Die Haniels kamen aus dem Kohlenhandel. 1803 wurde die Handlung Franz Haniel & Cie eröffnet. Früh schon suchten und fanden sie den Weg zur Eisen wirtschaft, wurden 1810 Mitgründer der Hüttenwerksgesellschaft in Oberhausen, schürften Erz und drangen tiefer in die Erde. Franz Haniel war es, der im Ruhrbecken 1837 den ersten Tiefschacht vollendete. Er war es auch, der die ersten Schritte der Ruhrindustrie aufs andere Ufer des Rheins lenkte und trotz der großen Hindernisse im Schwemmsand einen für die damaligen technischen Möglichkeiten unwahrscheinlich schwierigen Kampf gegen die Elemente des Berges führte und gewann um linksrheinisch Kohle zu fördern. Fraiz Haniel erlebte es nicht mehr, obwohl er 92 Jahre alt wurde. 1868 starb der Gründer von Rheinpreußen, urd noch 16 Jahre dauerte es, bis 1884 die Zeche Rheiipreußen nach Anwendung eines ausgeklügelten Gefrierverfahrens gegen den Schwemmsand des linksrheinischen Landes förderfähig geworden war. Damit war der Rheii-Ruhr-Industrie ein neues Land aufgetan.

Die Pioniertradition ist in der Firma lebendig geblieben. Dies gilt nicht nur für schwere technische Aufgabel, die entwickelt und gelöst wurden, sondern auch für den Sprung der Kohle zur Chemie, für die Enwicklung der Fischer-Tropsch-Synthesen und für viele Arten der Kohleveredelung. Auch jetzt hat Rheinpreußen starke Investitionen auf dem Gebiete der Kokereitechnk und des Kraftwerkbaues vor. Im sozialpolitischen Bereich sieht es sich gern als Schrittmacher. .. Rlt.