Die Brunsviga Maschinenwerke AG, Braunschweig, die eine führende Rolle in der Produktion von Rechenmaschinen spielt, und die Diehl GmbH, Nürnberg, die vor kurzem die Aktienmehrheit der Uhrenfabrik Junghans AG, Schramberg, erworben hat, haben ein Übereinkommen getroffen, wonach beide Firmen im Vertrieb ergänzend zusammenarbeiten werden. Die Erzeugnisse der beiden Firmen sind keine Konkurrenzfabrikate. Diehl stellt eine elektrische Volltasten-Rechenmaschine her, die als Ergänzung des umfangreichen Brunsviga-Fabrikationsprogramms anzusehen ist. Die Annäherung der Firmen erfolgte, seitdem Diehl auch bei Brunsviga durch planmäßige Aktienkäufe an Einfluß gewonnen hat.

Gleichzeitig wird bekannt, daß die zum AEG-Konzern gehörenden Olympia Werke AG, Wilhelmshaven, mit über 10 000 Beschäftigten die größte deutsche Büromaschinenfabrik, etwa ein Drittel des AK der Brunsviga Maschinenwerke AG erworben hat. Während das Produktionsgebiet der Olympia Werke bei Schreibmaschinen und Addiermaschinen liegt, stellt die Brunsviga Rechenmaschinen her. Es ergibt sich deshalb zwischen den beiden Firmen eine weitgehende Ergänzungsmöglichkeit. Das Braunschweiger Unternehmen beschäftigt etwa 1200 Betriebsangehöriger es wurde vor 85 Jahren gegründet und ist eine der führenden deutschen Rechenmaschinenfabriken. Zwischen den beiden Firmen sind Besprechungen im Gange, in welcher Form die Programme in Entwicklung, Fabrikation und Vertrieb aufeinander abgestimmt werden können. E.

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Die Kundenkreditbank KG a. A., Düsseldorf, hat für 1956 ihre Dividende von 9,5 auf 10 v. H. erhöht. Das AK erfuhr im Berichtsjahr eine Ausweitung um 2 auf 8 Mill. DM. Das Institut hat im vergangenen Jahr rund 400 000 Einzelkredite mit einem Gesamtbetrag von 291 Mill. DM herausgelegt. Die Bilanzsumme beträgt 189,5 (171,8) Mill. DM. Die Eigenmittel der Bank wurden durch die Erhöhung der Einlage des persönlich haftenden Gesellschafters (Bankier Dr. jur. Kamninsky) und Zuführung zu den versteuerten Rücklagen um annähernd 1 Mill. DM verstärkt.

Commerz- und Credit-Bank wieder im Saarland. Die Commerz- und Creditbank Aktiengesellschaft, Frankfurt/Main, die nach dem deutsch-französischen Saarvertrag ab 1. September 1957 im Saarland wieder zugelassen ist, wird zu diesem Zeitpunkt in Saarbrücken unter der Leitung der Direktoren Peter Schön und Richard Fosshag (bisher BNCI) eine Filiale eröffnen.

Tapetenfabrik Gebr. Rasch & Co., Bramsche bei Osnabrück. Der Umsatz des Unternehmens stieg 1956 auf 12,5 Mill. DM. Den stärksten Anteil an der Produktionssteigerung hatte die Kollektion "Rasch Künstler Tapeten" mit über 100 v. H. Die 1954 nach einem schwedischen Verfahren aufgenommene Produktion der abwaschbaren Tapeten "Rasch Lotura" hat sich, besonders auf dem Exportmarkt und vor allem in den USA und in Italien, gut durchgesetzt. Die Aussichten für 1957 werden günstig beurteilt.