inn, Köln

Auf höchst moderne Weise mit der Wurst nach dem Schinken wirft neuerlich ein findiger Kölner Geschäftsmann, der erkannt hat, daß sich selbst eine scheinbar so lästige Einrichtung wie Parkuhren für Werbung und Kundendienst trefflich einspannen läßt. Seit nämlich das Verkehrsamt einiger dieser nimmersatten "Groschengräber" vor seiner Geschäftsfront installiert hat, prangt unübersehbar ein Schild in seinem Schaufenster, welches besagt, daß "die zum Kauf in meinem Geschäft verauslagten Parkometergebühren erstattet werden".

Dem Sog dieses Schildes wird schon manch einer erlegen sein, der sich vorher durchaus nicht mit der Absicht getragen hatte, Autozubehör (denn solches wird hier feilgeboten) zu erstehen. So profitieren also, bei Licht besehen, schließlich alle Beteiligten von den Parkuhren in der Kölner Ladenstraße: der Fiskus, der Geschäftsmann und auch der Kunde, der beim Kauf seines neuen Rückspiegels doch immerhin einen Groschen gespart hat...