Die Bücher der unglücklichen Francke Werke AG i. L. in Bremen konnten noch nicht geschlossen werden, weil sich kurz nach der letzten HV ein Aktionär meldete, der verschiedene Beschlüsse dieser HV anzweifelte. Bei dem genannten Aktionär handelt es sich um einen früheren Großgläubiger der Gesellschaft, der während des Konkursverfahrens und noch während der Abwicklung eine Forderung von rund 900 000 DM gegen die Gesellschaft geltend gemacht hatte. In einem Vergleich hatte er sich mit 10 000 DM zufrieden gegeben, aber sich auch gleichzeitig noch eine Nachforderung für den Fall vorbehalten, daß auf Grund seiner Maßnahmen der Gesellschaft noch weitere Beträge zufließen sollten.

Dieser Vergleich hatte für den Abwickler einen Pferdefuß. Denn nun suchte der erwähnte Gläubiger die Gesellschaft zu einer für ihn praktisch risikolosen Prozeßführung zu veranlassen, um selbst zu weiteren Beträgen zu kommen. Hierin entwickelte er eine unermüdliche Aktivität. Sie wäre aber einer besseren Sache wert gewesen, denn das Gericht wies den Klageantrag gegen die Amtsführung des Abwicklers rechtskräftig ab. Auch die Strafverfahren gegen verschiedene Personen der Konkursverwaltung und des Bremer Senats, die auf Initiative des opponierenden Aktionärs (sprich: auf einen Sondervorteil bedachten Gläubigers) eingeleitet worden waren, sind inzwischen eingestellt worden. Für die übrigen Francke-Aktionäre war dieses Intermezzo eine teure Angelegenheit. Die endgültige Abwicklung verzögerte sich; es entstanden neue Kosten und der ausschüttungsfähige Betrag liegt statt bisher bei 100 000 DM jetzt zwischen 85 000 und 90 000 DM. dt

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Bei der Gothaer Lebensversicherungs a. G., Göttingen, wurden in 1956 fast 171 Mill. DM Versicherungssumme neu beantragt. Das ist das beste Ergebnis in der 130jährigen Geschichte des Unternehmens.