Bei der Siemens-Reiniger-Werke AG, Erlangen, bewegte sich der Bestelleingang im Geschäftsjahr 1955/56 (30. 9.) annähernd auf der Höhe des Vorjahres. Dagegen wurde der Umsatz nochmals gesteigert, obwohl aus handelspolitischen Gründen verschiedene Länder nur beschränkt beliefert werden konnten. Der erhöhte Umsatz in Eigenerzeugnissen ist teilweise aus Beständen gedeckt worden, so daß die Beschäftigung der Fabrik zurückging. (Hergestellt werden elektro-medizinische Geräte.) Das AK von 25 Mill. DM ist fast ausschließlich im Besitze der Siemens & Halske AG. Für das Berichtsjahr wird wieder eine Dividende von 9 v. H. ausgeschüttet.

Die "Companie Financiere Beige des Petroles S.A. Brüssel" (Petrofina), die in Duisburg-Neuenkamp den Bau einer modernen Ölraffinerie mit einer Kapazität von drei Millionen Jahrestonnen Rohöl Durchsatz plant, hat zu diesem Zweck die "Purfina Mineralölraffinerie AG" mit Sitz in Duisburg gegründet. Das AK beträgt zunächst fünf Millionen DM und befindet sich ausschließlich im Besitz der Petrofina. Die im April 1957 beginnende erste Ausbaustufe des am Schnittpunkt zwischen Rhein und Ruhr liegenden Werkes erfordert einen Kapitalaufwand von etwa 70 Millionen DM.

Der Gesamtumsatz der Badische Anilin- & Sodafabrik AG, Ludwigshafen, beträgt für 1956 fast 1,5 Mrd. DM. Davon ’entfallen 65,4 v. H. auf das Inland und 34,6 v. H. auf das Ausland. Trotz des zunehmenden Wettbewerbs und der steigenden Kosten bei Löhnen, Gehältern, Brennstoffen, Roh- und Hilfsstoffen, Reparaturmaterialien, Frachten usw. sah sich die Verwaltung in der Lage, für 1956 ein Ergebnis anzukündigen, das die Ausschüttung einer ihrer Ansicht nach befriedigenden Dividende gestatten wird. Die Feststellung des Jahresabschlusses durch Aufsichtsrat und Vorstand wird am 17. April erfolgen. Bis dahin müssen die Aktionäre noch warten, bis sie wissen, ob sie wieder 9 v. H. oder eine höhere Dividende erhalten werden.

Die A. Hagedorn & Co. AG, Osnabrück (Haupterzeugnisse: Collodium-Wolle, Zelluloid und Kunststoffwaren), die Mitte vorigen Jahres auf das 50jährige Bestehen zurückblicken konnte, legte den Abschluß für 1955/56 (31. 8.) vor. Aus dem Gewinn einschl. Vortrag von 79 661 DM wird, wie in den beiden vorangegangenen Jahren, 8 v. H. Dividende auf 0,98 Mill. DM umlaufendes AK verteilt. Der Umsatz lag um gut 30 v. H. über dem Vorjahr. Material und Personalkostenerhöhungen sowie die Einführung der verkürzten Arbeitszeit können nach Ansicht der Verwaltung dazu führen, daß die Verkaufspreise der Gesellschaft nicht gehalten werden können.

"SAAR–RHEIN" Versicherungs-AG. Drei deutsche Versicherungsgesellschaften (Berlinische Feuerversicherungs-Anstalt, München, National Allg. Versicherungs-AG, Lübeck, und Viktoria Feuerversicherungs-AG, Berlin) haben sich mit zwei französischen Gesellschaften (La Préservatrice, Paris und La Protectrice, Paris) zum gemeinsamen Betrieb der Sachversicherung im Saargebiet zusammengefunden. Sie gründeten die "SAAR–RHEIN" Versicherungs-AG, Saarbrücken, mit einem AK von 60 Mill. ffrs. Die deutschen Partner übernahmen 55 v. H. des AK, während die französischen mit 45 v. H. beteiligt sind.

Die Industrie- and Handelsgruppe Willy H. Schlieker GmbH, Hamburg-Düsseldorf, hat sich im verflossenen Geschäftsjahr 1956 weiterhin gut entwickelt. Insgesamt konnte der Umsatz von 370 (323) Mill. DM erreicht werden, womit Schlieker unter die großen Privatunternehmen der Bundesrepublik aufgerückt ist. Auf das Exportgeschäft entfallen 76 (64) Mill. DM. Dieser Umsatz verteilt sich auf die Handels- und Industrietätigkeit unterschiedlich. Im Handelsgeschäft belief sich der Umsatz auf 258 (218) Mill. DM, Im Reedereigeschäft auf 7,5 (7) Mill. DM, während der Rest von über 105 Mill. DM von den Produktionsgesellschaften kommt.