AUSLAND

Die Gründung einer Gesellschaft zur Erforschung und wirtschaftlichen Erschließung der Sahara plant eine Gruppe französischer Großbanken. Die neue Gesellschaft (Compagnie Française du Sahara) wird über ein Kapital von 100 Mill. ffr (1,2 Mill. DM) verfügen und in erster Linie nach Öl- und anderen Mineralvorkommen in der Sahara suchen. Die französische Regierung hat dem neuen Unternehmen bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Die General Motors Corporation wird in den nächsten Tagen weitere 500 Arbeiter ihrer Werksanlagen in Linden (New Jersey) entlassen. Die Gesellschaft begründet auch diese Entlassung mit der notwendigen Anpassung der Produktionskapazitäten an den rückläufigen Absatz.

Die japanische Schiffsbauindustrie sieht mit Sorgen In die Zukunft. Die Mitsui Shipbuilding Company schreibt in ihrem Geschäftsbericht, daß ein empfindlicher Rückschlag in den kommenden drei Jahren drohe, weil viele japanische Gesellschaften sich durch die Übernahme des Risikos der ständig steigenden Material- und Lohnkosten übernommen hätten, nur um sich Aufträge zu sichern. Erst gegen Ende des vergangenen Jahres sei es den Gesellschaften möglich gewesen, Verträgen laufenden Kosten abzuschließen.

INLAND

Die Aussichten für den Interzonenhandel haben sich gebessert, nachdem die Sowjetzone den Lieferrückstand in Höhe von 90 Mill. Verrechnungseinheiten in den letzten Wochen zu einem erheblichen Teil abgebaut hat. Die Sowjetzonenregierung hat sich, wie Ministerialrat Dr. Woratz vom BWM auf einer Diskussionsveranstaltung über den Interzonenhandel in Hannover ausführte, sogar bereiterklärt, 20 Mill. DM/West zur Abdeckung des Passiv-Saldos in bar zu zahlen. Die Sowjetzone habe noch nie so schnell geliefert wie in letzter Zeit, so daß neuen größeren Ausschreibungen für Lieferungen in die Sowjetzone nun nichts mehr im Wege stehe.

Die Löhne der beim Bund beschäftigten Arbeiter wurden mit Wirkung vom 1. April im Schnitt um 10 bis 13 Pfennig je Stunde erhöht. Die Arbeiter der Bundespost und der Bundesbahn werden ebenfalls erhöhte Stundenlöhne erhalten. – In der Textil- und Bekleidungsindustrie der Bundesrepublik ist mit dem 1. April für die gewerblichen Arbeitnehmer die 45-Stunden-Woche eingeführt worden, verbunden mit einer Lohnerhöhung, die für die Bekleidungsindustrie 8 v. H., für die Textilindustrie je nach Tarifgebiet 9 bzw. 7 v. H. beträgt.