Die Bilanz der Berliner Bank AG, Berlin, steh im Zeichen hoher Liquidität. Von Jahresende 1955 bis Jahresende 1956 ergab sich ein Mittezufluß von etwa 85 Mill. DM, dem eine Auswetung des Kreditvolumens um knapp 2 Mill. DM gegenübersteht. Die Bank hat den Liquiditätszuwachs dazu beputzt, die von ihr in Anspruch genommene Refinanzierung um 26 Mill. DM abzubauen, indem sie nur noch Auslandswechsel und Esporttratten an die Zentralbank weitergab. Weitere 26 Mill. DM hat sie am Geldmarkt in Nostroguthaben und Schatzanweisungen angelegt. Um 33 Mill. DM nahmen die flüssigen Mittel, zu.

Die beträchtliche Geschäftsausweitung, die u. a. auch in der Ausweitung der Bilanzsumme von 625 auf 702 Mill. DM zum Ausdruck kommt, hat das Institut also in erster Linie zur Stärkung des „eigenen Hauses“ verwendet. Sie hat ein Liquiditätsgrad von 41,2 (36,5) v. H. in der Bilanz per 31. 12. 56 erreicht. Rechnet man zu den liquiden Mitteln auch noch die 100 Mill. DM Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand, so ergibt sich eine Gesamtliquidität von 56,6 v. H. Die Rentabilität der Bank war durch die Geschäftsausdehnung begünstigt Auf Grundstücke und u. a. Inventar wurden erneut 1,1 Mill. DM abgeschrieben. Daneben wurden die stillen Reserven beträchtlich gestärkt; den offenen Rücklagen wurden 2 (1) Mill. zugewiesen. Sie erreichen damit eine Höhe von 10 Mill. Zusammen mit dem AK verfügt die Berliner Bank jetzt über ein Eigenkapital von 30 Mill. Es werden 7 v. H Dividende ausgeschüttet. u e