G., Athen, Anfang April

Im Rahmen des deutsch-griechischen Handels gelang es 1956 der deutschen Exportwirtschaft, ihre Position auf dem griechischen Markt weiter auszubauen. Es wurde ein Exportwert in Höhe von 320,67 Mill. DM erreicht, der um fast 30 v. H. höher lag als das Ausfuhrergebnis von 1955. Sogar die Wachstumsquote von 1954 auf 1955 (28 v. H.) konnte leicht übertroffen werden.

Die Entwicklung der griechischen Ausfuhren in die Bundesrepublik verlief dagegen nicht so zufriedenstellend; das Zahlenergebnis – Export 1956: 156,33 Mill. DM, 1955: 198,52 Mill. DM – ist zwar teilweise „statistischer“ Natur, d. h. durch eine zeitliche Verlagerung der griechischen Tabakaus fuhren in der Tabakexportsaison 1956/57 auf Anfang 1957 ergibt sich im Vergleich mit der Exportsaison 1955/56, in der die Ausfuhren ihren Schwerpunkt zum Jahresende hatten, ein schiefes Bild. Immerhin ist festzustellen, daß zum mindesten die übrigen griechischen Exportprodukte (mit Ausnahme griechischer Erze) keinen Exportauftrieb erkennen ließen.

Die westdeutsch-griechische Handelsbilanz schließt 1956 mit einem ungewöhnlich hohen Aktivum für die Bundesrepublik ab, das bei 164 Mill. DM liegt und damit den Vorjahrsüberschuß (48 Mill. DM) erheblich übersteigt. Die westdeutschen Lieferungen nach Griechenland hatten im vergangenen Jahr ihren Schwerpunkt bei Eisen, Eisenblechen und Stahl, wobei diese Gruppe bei einem Ausfuhrwert in Höhe von 41 Mill. DM etwa 11 v. H. der gesamten Exportlieferungen Westdeutschlands nach Griechenland erreichte. Beträchtlich war auch der Chemikalienexport, wogegen der Maschinenexport etwas zurückfiel.