Die Tochter Fritz Thyssens, Anita Gräfin de Zichy, hatte bekanntlich ihre industriellen Vermögenswerte in der Montanindustrie auf Grund der alliierten Diktate in eine Vermögensholding einbringen müssen. Diese Thyssen AG für Beteiligungen, Köln, berichtet zum 30. November 1956. Die Wiederherstellung des durch die Entflechtungen zerrissenen Verbundes, zwischen der August Thyssen-Hütte und Niederrheinhütte drückt sich in der Vermögensbilanz durch einen Abgang der über 50-v.-H.-Beteiligung an Niederrhein (nom. 22,3 Mill.) und die Hereinnahme von 27,889 Mill. DM junger Thyssen-Aktien aus. Eine weitere Erhöhung des Bestandes an ATH-Aktien wurde durch Ausübung des Bezugsrechtes bei der jüngsten Kapitalerhöhung erzielt. Fernerhin änderten sich die Beteiligungen durch Übernahme von Anteilen an 17 Kohle-Gewerkschaften aus dem Besitz der Gewerkschaft Preußen. Dabei handelt es sich noch um unverritzte Felder. In der Bilanz ist außerdem die Rücklage für Ersatzbeschaffung zur Abschreibung auf Beteiligungen verwandt worden, so daß das Beteiligungsportefeuille nach einem Zugang von 39,9, einem Abgang von 11,2 und der Abschreibung von 46,55 Mill. DM nur mit 23,8 (41,8) Mill. DM zu Buch steht;

Anita Gräfin de Zichy beabsichtigt, ihre Mehrheitsbeteiligung an der Deutsche. Edelstahlwerke ebenfalls an die Thyssen-Hütte zu geben, so daß ihr ATH-Paket umweitere 35 Mill. DM ansteigen wird. Der Reingewinn beträgt 7,835 (7,333) Mill. DM. t.