Für die Norddeutsche Kreditbank AG, Bremen, ist entsprechend der allgemeinen wirtschaf – lichen Aufwärtsentwicklung das Geschäftsjahr 1956 durchaus befriedigend verlaufen. Mit einer Steigerung des Außenhandels für bremische Rechnung und bei günstiger Entwicklung der bremischen Industrie konnte das Institut entsprechend seinen Charakter als Außenhandels- und bremische Regionalbank seinen Geschäftsumfang beträchtlich erweitern. Die Bilanzsumme stieg um 8 v. H. auf 180,10 Mill. DM, das kurzfristige Kreditvolumen hat sich gegenüber 1955 um 12 v. H. erhöht. Die Politik der Reservenbildung wurde konsequent weiter verfolgt. Den Rücklagen wurden 0,5 Mill. DM zugeführt, die sich damit auf 4,20 Mill. DM erhöhen. Der Dividendensatz wird auf 8 (7) v. H. auf das AK von 10 Mill. DM erhöht.

Die Barliquidität ist trotz eines geringen Rückganges auf 21,3 (1955: 23,8) v. H. noch immer sehr reichlich. Die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen geringfügig auf 7,71 (7,35) Mill. DM, von denen 5,7 Mill. DM auf täglich fällige Gelder entfielen. Der Wechselbestand, der sich auf 44,57 (40,70) Mill. DM weiter erhöhte, setzte sich, wie schon im Vorjahr, ausschließlich aus zentralbankfähigen Wechseln zusammen. Der Debitorenbestand stieg von 15,7 v.H. auf 53,35 (46,13) Mill. DM, von denen 34,2 (31,7) Mill. DM – das sind 64 v. H. – auf Warenvorschüsse entfielen. Dies unterstreicht die starke Einschaltung des Instituts in die Finanzierung abgewickelter Ein- und Ausfuhrgeschäfte. Die Gesamteinlagen sind mit 120,59 (113,15) Mill. DM weiter gewachsen, wobei die befristeten Einlagen sich auf 50,06 (41,45) Mill. DM erhöhten, während die Sichteinlagen auf 58,44 (60,86) Mill. DM abnahmen.

Das der Nordkredit nahestehende Bankhaus Joh. Berenberg, Gossler & Co., Hamburg, konnte in 1956 ebenfalls ein befriedigendes Ergebnis erzielen, das gleiche gilt für die Ibero-Amerika Bank AG, Bremen. Dem Abschluß für 1956 ist wieder eine zusammengefaßte Bilanz der Nordkredit und des Bankhauses Joh. Berenberg, Gossler & Co. beigefügt, deren Endsummen auf 254,67 (220,06) Mill. DM gestiegen sind. s m l

Die P. Beiersdorf & Co AG, Hamburg, feierte ihr 75jähriges Bestehen. Obgleich das Unternehmen nach dem 2. Weltkrieg sein gesamtes wertvolles Auslandsvermögen und in vielen Ländern die Warenzeichen eingebüßt hat, konnte es in einer Reihe von ausländischen Staaten wieder festen Fuß fassen Die Gesellschaft hat sich aus einer kleinen Hamburger Apotheke zu einem Betrieb von 3000 Werksangehörigen entwickelt, dessen Standardprodukte (Nivea, 8 mal 4. Leukoplast, Hansaplast) bekannter sind als der Firmenname selbst. Aus Anlaß des Jubiläums wurden, namhafte Stiftungen für wissenschaftliche und karitative Zwecke gemacht.