Der Eschweiler Bergwerksverein will auch für das Geschäftsjahr 1956 wieder eine Dividende von fünf v. H. auf das Aktienkapital von 60 Mil-

lionen DM ausschütten. Die HV (30. April) so! außerdem über eine Kapitalerhöhung in zwei Abschnitten um insgesamt 60 auf 120 Mill. DM beschließen. An dem Zustandekommen dieses Beschlusses ist nicht zu zweifeln, da die überwiegende Mehrheit des Aktienkapitals sich in Händen des belgisch-luxemburgischen Stahlkonzerns ARBED befindet, der Ende vorigen Jahres über den Eschweiler Bergwerksverein die Bergbau AG Lothringen, Bochum, von der Wintershall AG kaufte. Die Kapitalerhöhung soll außer der Bereitstellung von Investitionsmitteln, die für den Weiterbau des neuen Steinkohlenbergwerks Emil Mayrisch und die Erweiterung der Kokskapazität der Gesellschaft erforderlich sind, auch dazu beitragen, die bei der Bergbau AG Lothringen erworbenen Mehrheitsbeteiligungen auf den EBV zu übertragen Die ARBED will darüber hinaus weitere noch zu erwerbende Kohleninteressen in Deutschland beim EBV zusammenfassen der dadurch zu einer Art Dachgesellschaft der ARBED für Deutschland werden wird.

Diese Entwicklung zeichnet sich auch dadurch ab, daß außer zwei direkten ARBED-Vertretern (Chome und Konsbruck) der Generaldirektor des EBV Heimuth Burckhardt und Finanzdirektor Eiden in den AR der Bergbau AG Lothringen eingetreten sind. Der bisherige Leiter der Bergwerksdirektion II des EBV, Bergwerksdirektor Günter Venn, ist am 1. April auf Wunsch der Gesellschaft in den Vorstand der Bergbau AG Lothringen eingetreten und hat infolgedessen sein Amt als Vorstandsmitglied des EBV niedergelegt, über seinen Nachfolger im Vorstand ist noch nicht entschieden. Die Leitung der Bergwerksdirektion II ist dem Bergassessor Dr. Ing. Walter Bellingrodt unter Ernennung zum Bergwerksdirektor übertragen worden. E. M.