Die Hüttenwerke Siegerland AG, Siegen, eines der entflochtenen Stahlvereins-Unternehmen, hat per 30. September 1956 gut und erfolgreich gearbeitet. Sie kann ihre Dividende auf 46 Mill. DM AK von 8 auf 9 v. H. erhöhen. An dem AK haben Schachtelprivilegien von zusammen über 60 v. H. der Allianz Versicherungskonzern und die Süddeutsche Bank AG, München, Pakete, deren endgültige Heimat wohl noch nicht gefunden ist und die „Sehnsucht“ zum neuen Interessenten, der Dortmund-Hörder Hüttenunion AG, haben. Der Jahresumsatz konnte auf 573 (512) Mill. DM erhöht werden, wovon auf den Export 103 (54) Mill. DM entfielen. Es zeigt sich, daß der Inlandsumsatz mit 470 (458) Mill. DM nur wenig verbessert wurde. Diese Entwicklung macht sich im ersten. Quartal 1956/57 deutlicher bemerkbar. Vom Gesamtumsatz dieses Quartals von 140 Mill. DM entfielen 27 Mill. DM auf den Export. Am gegenwärtigen Auftragseingang ist der Auslandsanteil auf 25 v. H. gestiegen gegen 10 bezw. 18 v. H. in den beiden vorangegangenen Jahren.

Nach 105 Mill. DM Gesamtinvestitionen des Unternehmens, davon 94 Mill. DM über Abschreibungen finanziert, sei kein weiterer Kapazitätszuwachs mehr vorgesehen, teilte die Verwaltung auf einer Pressekonferenz mit. Das derzeitige Programm über 38 Mill. DM sehe die Fertigstellung eines fünften Siemens-Martinofens und den Aufbau einer modernen galvanischen Zinnerei, ferner Modernisierungen und Rationalisierungen vor. Die Stahlkapazität von zur Zeit 60 000 t sei zu etwa 52 000 t ausgenutzt. Die Auftragsbestände sind zur Zeit leicht zurückgegangen. rlt.