Liturgische Experimente eingestellt. Die seit 1948 in mehreren Pariser Pfarreien durchgeführten Experimente, mit der Ersetzung des Lateinischen durch die französische Sprache in der katholischen Liturgie die entchristlichten Massen, vor allem die Arbeiter, der Kirche Wieder zuzuführen und die Sprache der Kirche für sie verständlich zu machen, sind jetzt beendet worden. Der Erzbischof von Paris, Kardinal Feltin, hat die Erlaubnis seines Vorgängers für diese Experimente aufgehoben und ein neues Meßdirektorium herausgegeben, das den Gebrauch der lateinischen Sprache in der Liturgie für verbindlich erklärt.

Rüge für Zonentheater. Auf einer Intendantenkonferenz in Ostberlin wurden die Bestrebungen der Sowjetzonentheater getadelt, vorwiegend westdeutsche und westeuropäische Dramatiker aufzuführen und dabei „die hervorragenden Werke unserer und der Meister der uns befreundeten Staaten“ zu vernachlässigen. Von den 43 neuaufgeführten Stücken des Sowjetzonen-Bühnenvertriebs hätten dabei nur neun eine zweite Inszenierung erlebt.

Männliche Nofretete entdeckt. Die Forscher des deutschen archäologischen Instituts in Kairo haben in der ägyptischen Wüste eine in der Art der in Berlin aufbewahrten berühmten Nofretetebüste gearbeitete Skulptur eines Pharaos ausgegraben, die aus dunkelgrünem Schiefer besteht und – von geringfügigen Schrammen abgesehen – völlig unbeschädigt ist. Es wird angenommen, daß es sich um den Kopf des Königs Userkaf handelt, der vor 4500 Jahren lebte und in Ägypten, den Sonnenkult eingeführt hat.