Viele der versicherten Angestellten haben seit Jahren oder gar Jahrzehnten ihre Beiträge in der jeweils höchsten Beitragsklasse entrichtet. Diese Versicherten haben mit großer Wahrscheinlichkeit eine hohe persönliche Bemessungsgrundlage erreicht, und zwar unabhängig davon, ob jeweils nur sechs Monate oder das ganze Jahr mit Beiträgen belegt ist. Selbst wer nur zehn Jahre, also seit dem Jahr 1947, in der höchsten Beitragszahlungsklasse der Angestelltenversicherung pflichtgemäß oder freiwillig Beiträge entrichtet hat, hat bereits eine persönliche Bemessungsgrundlage von mehr als 300 v. H. erreicht. Aus einer größeren Zahl von Beispielsrechnungen an Hand der Versicherungsunterlagen von Angestellten der Industrie konnte festgestellt werden, daß die meisten freiwillig Versicherten bis jetzt eine persönliche Bemessungsgrundlage von 200 bis 300 v. H. und etwa 10 bis 15 v. H. der freiwillig Versicherten eine persönliche Bemessungsgrundlage von über 300 v. H., teilweise sogar 400 v. H. und mehr erreicht haben. Von besonderer Bedeutung ist nun, daß es für die persönliche Bemessungsgrundlage einen Grenzwert gibt und daß darüber hinausgehende Wertzahlen bei der Rentenfestsetzung nicht berücksichtigt werden.

Für das Jahr 1957 liegt der Höchstwert für die persönliche Bemessungsgrundlage, der bei der Rentenberechnung Berücksichtigung findet, bei 210 v.H. Er bestimmt sich in folgender Weise: Die höchste persönliche Bemessungsgrundlage, die in die Rentenberechnung eingeht, wird nach der Beitragsbemessungsgrenze bestimmt. Diese wiederum ist etwa das Doppelte der allgemeinen Bemessungsgrundlage. Die Beitragsbemessungsgrenze ist für 1957 mit 9000 DM jährlich, das sind monatlich 750 DM, festgelegt. Höhere Gehälter werden zur Beitragsleistung nicht herangezogen. Die allgemeine Bemessungsgrundlage ist für Versicherungsfälle, die in 1957 eintreten, im Gesetz aus dem Durchschnitt der Arbeitsentgelte für die Jahre 1953 bis 1955 mit 4281 DM festgelegt worden. Wer in der Vergangenheit ein Arbeitsentgelt bezogen hat, das dem Durchschnitt aller Versicherten entsprach, dessen persönliche Bemessungsgrundlage also 100 v. H. betragen hat, erhält bei Rentenbeginn im Jahre 1957 seine Rente nach der allgemeinen Bemessungsgrundlage von 4281 DM nach der Rentenformel

Rente = anrechnungsfähige Versicherungsjahre mal persönliche Bemessungsgrundlage mal allgemeine Bemessungsgrundlage (4281 DM) mal Rentensatz.

Die Höchstrente, die für einen Versicherungsfall 1957 gewährt wird, wird demnach errechnet nach der Formel

Höchstrente – anrechnungsfähige Versicherungsjahre mal 9000 DM mal Rentensatz.

Bei der Höchstrente wird also 1957 höchstens eine persönliche Bemessungsgrundlage von

9000 : 4281 = rd. 210 v. H.