Das neue Hörspiel des Iren Samuel Beckett All that fall, auf das wir anläßlich der Ursendung im Dritten Programm der BBC ausführlich eingegangen sind (DIE ZEIT Nr. 6), wurde am letzten Sonntag unter dem Titel "Alle, die da fallen" über den NDR gesendet (Mittelwelle 20 20 bis 21 45). Es steht ganz außer Frage, daß dieser Abend den großen Funkereignissen des Jahres zugerechnet werden muß, und es ist dankbar anzuerkennen, daß dieses Hörspiel am Sonntagabend im Programm der Mittelwelle stand, denn es ist alles andere als "Unterhaltung" im üblichen Sinne. In der bemerkenswert sprachsicheren Übersetzung von Erika Schöningh und Elmar Tophoven fand "Alle, die da fallen" eine Funkgestaltung, die den Tiefenpfaden dieser Dichtung nachspürte. Ein Name ist zu nennen, der fest verbunden bleiben wird mit der Erinnerung an diese Sendung: Tilla Durieux. Wie sie das Wort zu modulieren weiß, wie sie von geifernder Gehässigkeit bis zu fast tonloser Innigkeit alle Nuancen richtig zu setzen versteht, das müßte laut gerühmt werden — wenn Tilla Durieux des Rühmens noch bedürfte. Aber diese große Schauspielerin stand zwar weit voran, jedoch nicht einsam. Gute Sprecher trugen mit ihr gemeinsam diese Sendung. Besonders zu erwähnen wäre noch Eduard Marks als blinder Ehemann.

Regie führte Fritz Schröder ]ahn, und nach llem, was bisher gesagt wurde über diese Sendung, versteht es sich, daß auch ihm Lob gebührt. Dieses Lob jedoch wäre uneingeschränkt, wenn man sich nicht durch die vielen und etwas aufdringlichen Hintergrundsgeräusche gestört gefühlt hätte. G. ;Donnerstag, 18. April, 23 00 Uhr aus München: gleichnamigen Roman von Claude Andre Füget und Pierre Bost "Ein Mann namens Judas". 21 00 Uhr NDR 3. Programm: Kosmogonische Zeugnisse der Völker aus fünf Jahrtausenden: "Und es ging aus von Eden ein Strom, zu wassern den Garten, und teilte sich von da in vier Hauptwasser Aus den Quellen erzählt und interpretiert von Joachim Sohidcel. 21 15 Uhr aus Brefessor Heberer "Weltall — Erde — Mensch". 22 00 Uhr vom von Walter Braunfels.

15 30 Uhr vom NDR, 2. Programm: Hans Ulrich Engelmanns Funk Kantate Die Mauer". 16 30 Uhr vom WDR: "Passion nach dem Evangelisten Johannes für Solostimmen, Chor und Instrumente" von Thomas Seile. 16 55 Uhr aus München: Von Legenden und historischer Bedeutung von "Lanze, Nagel und Kreuzesholz" berichtet L. Krezenbacher. 19 30 Uhr aus Frankfurt, 2. Programm: Marie Luise Kaschnitz Hörspiel "Der Zöllner Matthias". 20 00 Uhr vom SWF: Die "Gebete der Einsamkeit" von- Saint Exupery. 20 00 Uhr aus Bremen, 2. Programm: Prosa von Dostojewski] und geistliche Musik aus dem alten Rußland: Auf der Suche nach der ewigen Wahrheit " 20 00 Uhr vom RIAS: Edzard Schapers Hörspiel "Die Gespräche des Nikodemus". 20 10 Uhr vom WDR, 2. Programm: Als Einleitung des "Dialogs mit einer Stadt": Jerusalem, Paul Hindemiths "Nobelissima Visione". 21 30 Uhr vom NDR, 2. Programm: Klopstocks Trauerspiel "Der Tod Adams".

Sonnabend ,30. April, 20 00 Uhr, NDR, 3. Programm: Ernst Badachs Drama "Der arme Vetter", 20 15 Uhr vom WDR, 2. Programm: Eine Aufnahme von Goethes "Faust I" mit Erich Ponto als Mephisto. 20 35 Uhr aus Saarbrücken: Das Aisfelder Passionsspiel "Das. Spiel yon der Auferstehung des Herrn". 21 00 Uhr ans Frankfurt, 2. Programm: Das Komponistenporträt "Glaude Debussy". 21 20 Uhr vom WDR, UKW II: Heinz von Cramers Hörspiel "Major Skillgud übernimmt die Untersuchung". 21 20 Uhr NDR, 3, Programm: Beethovens Oper "Fidelio". 21 30 Uhr aus München: Erich Obermanns Hörbild "Ostern auf dem Berge Athos". 22 35 Uhr vom WDR, UKW II: Eine Umfrage unter Bonner Parlamentariern: "Machtvergötzung oder Angst vor der Macht?" Sonntag, 21. April, 17 00 Uhr aus Stuttgart: Carl Orffs "Comedia de Christi Ressurectione". 11 10 Uhr aus Frankfurt, 2. Programm: Haydns Oratorium "Die Schöpfung". 11 15 Uhr vom WDR: "Die stille Stunde" bringt Ausschnitte aus dem "Mysterium der Erbarmung" von Charles Peguy. 11 30 Uhr aus Saarbrücken; Im Rahmen der