Was die deutsche Industrie für die Verwendung im Bauwesen herstellt, ist äußerst vielfältig, und da die Deutsche Industriemesse als Basis für die Ordnung der Messegüter die Erzeugungskategorien der Industrie festgelegt hat, findet sich die speziell baubezogene Erzeugung noch nicht in konzentrierter Form vor, sondern sie ist weitgehend über das weiträumige Messegelände verteilt. Ein messeinterner Ordnungsvorgang hat die Zusammenziehung der zum Bauwesen gehörigen Produktion zum Ziel, und gewisse Erfolge sind auch schon erreicht worden, aber bis zum Abschluß dieses Programms werden noch einige Jahre vergehen. Bis heute sind nur diejenigen Sparten aus dem Bereich „Bau“ mit großen und repräsentativen Schauen geschlossen vertreten, die von sich aus, eben als Erzeugungskategorien, schon entsprechende Kontingente stellen. Die Repräsentation des Begriffes „Bau“ innerhalb der Messe würde jedoch als Ordnungsprinzip die Aufteilung nach Verbraucherkategorien verlangen.

Der Anteil der baubezogenen Kategorien am Messevolumen ist von Jahr zu Jahr im Verhältnis der gesamten Messeausweitung gestiegen. Innerhalb der diesjährigen Messe zeigen von den rund 4000 Ausstellern etwa 1750 Produzenten Messegüter, die in irgendeiner Art im Bauwesen Verwendung finden, sei es als Baustoffe und Bauteile, als Baumaschinen oder Hilfsgeräte, zur Bauausstattung, im Bereich der Planung oder der Verwaltung. Diese mit dem Bauwesen in Verbindung stehenden Angebote nehmen also einen beträchtlichen Teil der Messe in Anspruch.

Besonders eindrucksvoll ist die Repräsentation der Baumaschinen- und Baugeräte-lndustrie, die schon seit Jahren diese Messe als zentralen Ausstellungsplatz festgelegt hat. Sie hat damit sehr wesentlich zur Ausrichtung der Messe auf das Baugeschehen beigetragen, und sie hat vor allem die Messe zu Hannover durch Konstituierung eines Marktschwerpunktes zum Instrument und Mittler wesentlicher Rationalisierungsvorgänge innerhalb des Bauwesens gemacht. Der Fortschritt der technischen Entwicklung erfaßt gleichmäßig sämtliche Teilbereiche der Baumaschinenindustrie.

Dem Vorkatalog der Messe ist folgende Verteilung der baubezogenen Messegüter zu entnehmen, und so läßt sich auch ein Überblick über die Bedeutung gewinnen, die die Deutsche Industriemesse für die Bauwirtschaft insgesamt erreicht hat.

Beteiligung der baubezogenen Industrie an der Industriemesse 1957

Aussteller rd.# (ungefähre Angabe, da sich die Aufteilungen teilweise Überschneiden)

1. Bau- und Baustoffmaschinen. Maschinen und Einrichtungen für Baustellen, Bagger, Rammen, Erdbaugeräte, Straßenbaumaschinen, Straßenwalx- Gleisbaumaschinen, Maschinen f. die Zement-, Kalk-, Gips-, Trass- und Kreide-Industrie, Zerkleinerungsmaschinen, Maschinen für die Kunststein-Industrie und Beton waren, Naturstelnindustrie, Ziegeleien, Grobkeramik, Trockpreßanlag. usw. 280