Nach ihrer Tochter, Anita Gräfin de Zichy, legt nun auch Frau Amelie Thyssen die Witwe des verstorbenen Fritz Thyssen, den Abschluß ihrer Vermögensholding für die Montaninteressen vor. Die Fritz Thyssen Vermögensverwaltung AG, Köln, berichtet, daß in dem am 30. November 1956 beendeten Geschäftsjahr der Bestand an Aktien der Phoenix-Rheinrohr AG von 107,9 Mill. DM oder 52,1 v. H. des Grundkapitals unverändert geblieben sei. Sie werden in der Bilanz unter Beteiligungen mit 21,3 Mill. DM ausgewiesen bei einem Börsenkurswert von etwa 180 Mill. DM. Unter Wertpapieren (in der Bilanz 33,8 nach 23,9 Mill. DM) sind ein Posten Liquidationsanteilscheine Nr. 20 der Vereinigten Stahlwerke, ferner 5/16 der Kuxe von 17 Kohlegewerkschaften mit unverritzten Feldern aus dem Vermögensübergang der Gewerkschaft Preußen auf die beiden Thyssen-Erbinnen und als wichtigster Posten nunmehr 34,1 (22,7) Mill. DM Aktien an der August Thyssen-Hütte AG enthalten. Dies entspricht einem Anteil von 14,23 (19,8) v. H. des AK von 240 Mill. DM.

Die ATH-Aktien sind knapp unter pari bilanziert, so daß hierin eine stille Reserve von 23 Mill. DM steckt. Aus beiden Positionen (Phoenix und ATH) errechnet sich eine stille Reserve von rund 180 Mill. DM bei Frau Amalie Thyssen und wegen der ähnlichen Bilanzierung bei der Tochter (ZEIT vom 11. April) aus der Unterbewertung ihres Majoritätsanteils an Deutsche Edelstahl und ihrer 26-v.-H.-Beteiligung an ATH von weiteren rund 200 Millionen DM, so daß die Thyssen-Erbinnen zusammen etwa 380 bis 400 Millionen DM stille Reserven in ihren Vermögensholdings haben. Infolge höherer Steuerzahlungen wird bei Frau Thyssen ein geringerer Gewinn ausgeschüttet als bei der Tochter. Er beträgt 3.3 (4,95) Mill. DM bei Gesamteinnahmen aus den Anlagewerten von 7,6 (5,8) Mill. DM. l t.

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Der HV der Aachener Rückversicherungs-Gesellschaft wird vorschlagen, das Nennkapital der Gesellschaft von 7,5 Mill. RM auf 2,5 Mill. DM und das eingezahlte Kapital von 5,625 Mill. RM auf 2,125 Mill. DM umzustellen. Sofern die HV diesen Umstellungsverhältnissen zustimmt, wird der HV weiterhin vorschlagen, ab Geschäftsjahr 1952/53, dem ersten Jahr nach der Geldumstellung, welches einen Reingewinn ausweist, die Ausschüttung einer Aktiendividende auf das neu eingezahlte Kapital vorzunehmen, und zwar: 6 v.H. für 1952/53, 8 v.H. für 1953/54, 9 v.H. für 1954/55 und 10 v.H. für 1955/56.