In der Ausgabe vom 18. April hat sich „DIE ZEIT“ unter der Überschrift „Soziale Üppigkeit?“ mit der Dividenpolitik der H. Maihak AG, Hamburg, beschäftigt. Dazu ging uns eine Zuschrift der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Landesverband Hamburg / Schleswig-Holstein, zu, die auf der Hauptversammlung Protest zu Protokoll geben ließ:

So sehr wir begrüßen, daß sich „Die ZEIT“ mit der Dividendenpolitik der H. Maihak AG, Hamburg, befaßt, so legen wir doch Wert auf die Klarstellung, daß sich die Kritik der Deutschen Schutzvereinigung nicht gegen die Sozialpolitik des Vorstandes gerichtet hat Wir hielten uns lediglich für verpflichtet, auf die Diskrepanz zwischen der Höhe der freiwilligen sozialen Aufwendungen (0,335 Mill. DM bei rund 500 Belegschaftsmitgliedern) und dem von der Verwaltung zur Ausschüttung an die Aktionäre vorgeschlagenen Gewinnanteile (0,216 Mill. DM) hinzuweisen. Bereits im vergangenen Jahre hatten wir die Bilanz des Unternehmens in diesem Punkt beanstandet.

Unseres Erachtens bedeutet es eine Mißachtung der Rechtsstellung des Aktionärs als Eigentümer, wenn ihm der angemessene Anteil am Ergebnis eines außergewöhnlich günstigen Geschäftsjahres vorenthalten wird. Im Falle Maihak stand ein Reingewinn von 0,414 Mill. DM zur Verteilung zur Verfügung, also fast das Doppelte von dem, was die Verwaltung den Aktionären zubilligte.

Abgesehen von dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung, der einen zinslosen Kredit zu Lasten der Aktionäre darstellt, beschneidet eine vorweg über Unkosten gebuchte Gewinnbeteiligung der Belegschaft die Rechte der Hauptversammlung, über eine (echte) Gewinnverteilung Beschluß zu fassen.

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Die zwischen der Daimler-Benz AG, Stuttgart, und den USA-Firmen Curtiss-Wright, Studebaker-Packard und Utica-Bend geführten Verhandlungen über eine Ausweitung des USA-Exportes von Mercedes-Benz-Personenwagen, Nutzfahrzeugen und Motoren, sowie über die zu einem späteren Zeitpunkt vertraglich zu erfolgende Betreuung von Curtiss-Wright-Flugmotoren und deren Lizenz-Fertigung in Deutschland haben zum Abschluß eines Vertrages geführt. Dieser Vertrag regelt die Interessen der beteiligten Firmen auf den genannten Gebieten, ohne die absolute Selbständigkeit der Geschäftspolitik der einzelnen Firmen zu berühren. Daimler-Benz steht auf dem Automobilgebiet die Verkaufsorganisation von Studebaker-Packard in USA mit ihren Service-Möglichkeiten für ihre nach USA importierten Fahrzeuge zur Verfügung. Unter gegenseitiger Hergabe entsprechender Lizenzen wird auch eine technische Zusammenarbeit zwischen den genannten Firmen im Kraftfahrzeug- und Motorenbau, sowie zu einem späteren Zeitpunkt im Flugmotorenbau die Folge dieser Verträge sein.