Die Westfalenbank AG, Bochum, die größte Regionalbank Nordrhein-Westfalens (und ohne Filialnetz), hat ihren Aufstieg auch 1956 fortgesetzt. Für die Aktionäre drückt sich dies in einer Erhöhung der Dividende von 10 auf 12 v. H. auf das inzwischen auf 15 Mill. DM erhöhte Grundkapital aus. Den freien Rücklagen wurden aus dem Gewinn weitere 2,5 Mill. DM zugeführt, so daß die offen ausgewiesenen eigenen Mittel nunmehr 30 Mill. DM betragen.

Die Geschäftstätigkeit des Instituts hat in fast allen Sparten erheblich zugenommen. Dies drückt sich allerdings in der Bilanzsumme nicht aus; sie nahm nur um 3 v. H. auf rund 670 Mill. DM zu. Auch im laufenden Jahr hat die befriedigende Geschäftsentwicklung weiter angehalten. In 1957 wurden bekanntlich die Beteiligungen des Instituts an der Bergbau AG Lothringen, Bochum, und an der Kundenkreditbank KG aA, Düsseldorf, zu angemessenen Erlösen verkauft.

In der Bilanz per 31. Dezember 1956 erhöhte sich der Hauptposten Einlagen auf 532 (528) Mill. DM, wobei die Sichteinlagen von 224 auf 246, Spareinlagen von 9,5 auf 11,09 Mill. DM anstiegen, die befristeten Einlagen dagegen von 294 auf 274 Mill. DM sanken. Andererseits erhöhten sich die Debitoren um 12 auf 152 Mill. DM. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um kurzfristige Vorschüsse an Industrie- und Handelsfirmen. In seiner Höhe sowie in seiner Zusammensetzung unterlag der Debitorenbestand während des Berichtsjahres fortgesetzten und z. T. erheblichen Schwankungen. Die langfristigen Ausleihungen über 80 (76,6) Mill. DM dienten auch z. T. der Finanzierung von Investitionen. Die liquiden Mittel des Institutes machen zusammen über 300 Mill. DM aus. Sie decken die fremden Gelder zu 55,3 (59,7) v. H. und einschließlich der Guthaben bei Kreditinstituten und der beleihbaren Wertpapiere stellt sich die Liquidität auf 68 (71,9) v. H. lt.