Die "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei AG in Bremerhaven, das größte Unternehmen der deutschen Fischwirtschaft und in allen Bereichen vom Fang bis zum Einzelhandel vertreten, erzielte im Geschäftsjahr 1956 einen Gewinn von 1,82 Mill. DM, aus dem 8 v. H. Dividende auf das AK von 22 Mill. DM ausgeschüttet werden sollen. Gewinn und Dividende Laben damit gegenüber dem Vorjahr keine Änderung erfahren. Auf; Grund der großen Flotte und der vertikalen Gliederung gehört die "Nordsee" zu den wenigen Unternehmen der Fischwirtschaft, die für das vergangene Jahr einen befriedigenden Abschluß vorlegen können. Der Umfang des Flottenparks – für das Unternehmen fahren 56 Schiffe mit einer Fangkapazität von 12 500 t, das sind 25,5 v. H. der Kapazität der gesamten deutschen Fischdampferflotte – ist insofern entscheidend, als es Reedereien mit viel Schiffen am ehesten möglich ist, auftretende Verlustreisen durch Vollschiffsreisen auszugleichen. Immerhin dürfte die Rendite, die die "Nordsee"-Flotte abgeworfen hat, stark durch Mindererträge und durch Kostensteigerungen, vor allem für Kohle, Öl und Heuern (ähnlich wie bei den anderen Hochseefischerei-Unternehmen) geschmälert worden sein. Ganz allgemein stellt die "Nordsee" in ihrem Bericht nämlich fest, daß infolge anhaltender Stürme die Anlandungen geringer waren, die auf Grund dieser Tatsache erzielten Mehrerlöse jedoch mit den höheren Betriebsaufwendungen nicht Schritt gehalten haben. Sm