Auf einem Hügel in der Nähe des Hafens von Paphos auf Zypern werden jetzt die Reste jenes sagenhaften byzantinischen Schlosses ausgegraben, das 1191 dem englischen König und Kreuzfahrer Richard Löwenherz als Wohnsitz und Hauptquartier diente. Obwohl das Schloß durch das Erdbeben von 1225 fast völlig zerstört wurde, kann der vorläufige Bericht der Kulturbehörde in Nicosia schon jetzt folgende Funde verzeichnen: das Skelett eines damals von den Trümmern der zusammengebrochenen Außenmauer begrabenen Schweines; die Skelette eines Pferdes und eines Hundes; einige Münzen aus der Zeit der Lusignan-Dynastie sowie Töpferwären und vierzig Säulen. Die Archäologen bezeichnen das Objekt ihrer Tätigkeit daher als das "Schloß der vierzig Säulen" und im übrigen als den "sensationellsten Fund", der seit Jahrzehnten auf Zypern gemacht worden sei. Gerüchte, wonach es diese Funde sind, um derentwillen die Engländer so hartnäckig an der Insel festhalten, sind als völlig irrig zu verwerfen. J.P.