50 Jahre Wissenschaftliche Stiftung in Hamburg – Bildung tut nicht weh!

Von Ruth Herrmann

Am heutigen Donnerstag feiert die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung ihr 50jähriges Bestehen. Aus ihr ging die Universität hervor.

Die Zeiten haben sich sehr verändert. Das Bedürfnis, höhere geistige Bildung dem einzelnen zugänglich zu machen, wird allgemein empfunden. Insbesondere macht sich im Kaufmannsstand das Bestreben bemerkbar, die Grundlage der kaufmännischen Ausbildung zu vertiefen Im Auslande, in den Vereinigten Staaten, in England, sind an den großen Mittelpunkten des Weltverkehrs Universitäten gegründet worden. Ist es an der Zeit und ist es möglich, daß Hamburg diesem Beispiel folgt?"

Die Schrift, in der der damalige Oberlandesgerichtspräsident Sieveking diese Frage aufwarf, erschien im Jahre 1905. Ihre Gedanken waren nicht neu. Ob und wie man in Hamburg die Wissenschaften ansiedeln könnte, hatte man sich schon 1846 gefragt: "Aus allen Ländern deutscher Zunge müßten sich zuvörderst jugendliche Kräfte in der freien, vaterländischen Stadt den daselbst ansässigen Pflegern der Wissenschaft anschließen", hatte der Syndikus Sieveking damals schon geschrieben.

Was kostet eine Hochschule?

Heute nun, am 4. Juli 1957, spricht sein Nachfahr, Bürgermeister Dr. Kurt Sieveking, im großen Festsaal des Rathauses, da die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung ihr fünfzigjähriges Bestehen feiert.