DIE ZEIT

Grundsätzliches zur Aufwertungsfrage

Angesichts der reichlich verwirrenden währungstheoretischen Debatte, in der die einen eine Aufwertung der D-Mark, die anderen eine Abwertung fremder Währungen fordern, haben wir Professor Albert Hahn, internationaler Bankier, Börsenexperte und Nationalökonom, gebeten, zu diesem Thema Stellung zu nehmen.

Wahlkampf in Kyritz

Wenn man auf. der Bundesstraße 5 von Hamburg nach Berlin reist, läßt man in Bergedorf – so meint man jedenfalls zunächst – die letzten Wahlplakate hinter sich.

Keine Einparteien-Herrschaft!

Das Wort wirkt im ersten Moment erschreckend. Es erinnert an die nationalsozialistische Diktatur, und darin liegt der Bluff.

Frage an W.Gülich (SPD)

DIE ZEIT: Während dieses Wahlkampfes hat die SPD in sehr verschiedener Weise zum Thema Sozialisierung Stellung genommen.....

Erhards Antwort überrascht

„Der Bundesbank sind im August wieder 1,3 Milliarden Gold und Devisen zugeflossen; sie besitzt jetzt 23 Milliarden Gold und Devisen.

ZEITSPIEGEL

Nach westlichen Informationen sind in den letzten Wochen rund 300 sowjetische Diplomaten aus dem Ausland nach Moskau zurückgerufen worden (zu ihnen gehören auch der bisherige Botschaftsrat in Bonn, Kudriatzew, und der Presseattache an der Bonner Sowjetbotschaft, Sergejew).

Ein neuer Radikaler

So ist es nun schon alter Brauch: der jährliche Gewerkschaftskongreß, bei dem sich die Vertreter von neun Millionen Arbeitern treffen, markiert das Ende der englischen Feriensaison.

Kantorowicz berichtet

Der Krieg ging weiter, als wir 1938 aus Spanien nach Paris zurückkamen. Es folgte der Pakt von München, die Kapitulation vor dem Rasenden von Berchtesgaden, die Auslieferung der Tschechoslowakei und in unserem engeren Bereich das Scheitern des Versuchs einer Volksfront der deutschen Emigration unter Führung Heinrich Manns.

Aufruhr in Arkansas

Um das Zentralgymnasium von Little Rock patrouillieren seit letzter Woche mehrere hundert Milizsoldaten. Sie sind mit Gewehren, Bajonetten und Knüppeln bewaffnet und haben strikte Anweisung, farbigen Schülern den Zutritt zu dem Schulgebäude zu verwehren.

Reinhold Maiers treue Schwaben

Länder wie Hessen, Niedersachsen und Bayern sind an heftige, ruckartige Ausschläge des Wahlpendels gewöhnt; in Baden-Württemberg und besonders in seinen schwäbischen Kernlanden vollziehen sich politische Entwicklungen im allgemeinen viel ruhiger und gleichmäßiger.

Bayerischer Löwe brüllt nicht mehr

Der Deutschland-Korrespondent der Schweizer TAT, Fritz René Allemann, beendet hier mit Berichten aus Bayern und Baden-Württemberg seinen Rundblick auf die bundesdeutsche Wählerlandschaft (siehe DIE ZEIT, Nr.

ZEITMOSAIK

In Hamburg wurde die „Freie Film-Produktion GmbH“ gegründet. Am Anfang des Unternehmens scheint nicht Großspurigkeit, Wirtschaftsinteresse oder Starunwesen zu stehen, sondern wirklich das Bestreben, möglichst gute Filme zu drehen.

Kampf dem Krebs

Jede dritte Frau, jeder vierte Mann im besten Alter stirbt heute am Krebs. Verantwortungsbewußte Ärzte sind zu der Überzeugung gekommen, daß der Nimbus, der diese Krankheit wie ein Nebel von Furcht und Angst und Tabus umgibt, Formen anzunehmen droht, welche Diagnose und Therapeutik unerträglich erschweren.

Was tun gegen „asiatische Grippe“?

In Nr. 28 der Fachzeitung „Medizinische Klinik“ wurde die Frage angeschnitten, ob der Erreger der sogenannten asiatischen Grippe durch Mutation unter Einwirkung radioaktiver Strahlen entstanden sein könnte.

Genie im Übelnehmen

Wenn der Engländer einmal wirklich übelnimmt, chronisch übelnimmt, und nicht vorzieht, seinen Groll lieber doch hinunterzuschlucken, um nicht aufzufallen, dann wird er – je nach dem Jahrgang – ein.

Nur halbes Glück mit Mozart

So viel Mozartsche Musik, wie man nur will! Darunter Stücke, die an das Wort Karl Böhms, des großen Mozart-Dirigenten, denken lassen: Er, Mozart, sei kein Mensch, er sei ein Engel gewesen.

Schulsorgen auch in Italien

Ein unscheinbares Buch aus einem unbedeutenden Provinzverlag und von einem dem großen Publikum unbekannten Autor hat nicht nur in wenigen Monaten die zweite Auflage und spaltenlange Kritiken in Italiens bedeutendsten Tageszeitungen erreicht, sondern droht die Welt der Familien mit schulpflichtigen Sprößlingen, also gut zwei Drittel der Bevölkerung, in Aufruhr zu versetzen.

Erstaufführungen in Braunschweig und Düsseldorf

Der Dramatiker Ferdinand Bruckner wird beharrlich gemessen an seinen ersten, einst aufsehenerregenden Schauspielen „Krankheit der Jugend“, „Die Verbrecher“, „Elisabeth von England“.

Nr. 37 vom 11. September 1947: Total verarmt

In allen nur denkbaren Variationen wird heute die Binsenwahrheit ausgesprochen, daß wir ein total verarmtes Volk seien, das heißt also doch wohl: daß wir uns mit einem sehr, sehr niedrigen Lebensstandard abzufinden (oder darauf einzurichten) haben .

Über Gottfried Benn

Denn sollte man nicht gerade vom Essay einen gewissen Abstand vom behandelten Gegenstand, distanzierende Ruhe trotz schriftstellerischen Temperaments erwarten? Nichts davon in Kochs Arbeit: Sie gewinnt ihren Reiz gerade durch die Unmittelbarkeit, mit der hier erzählt wird.

Gedichte einer Gequälten

Eigentlich sind es nicht Gedichte aus dem KZ, sondern über das KZ, erst Jahre nach der Rückkehr der Verfasserin aus den Konzentrationslagern geschrieben.

Pound auf Abwegen

Der Künstler als Bürgerschreck ist seit der deutschen Romantik und Flaubert, seit dem Ästhetentum der neunziger Jahre und dem Expressionismus zur stehenden Figur geworden und so lange stehengeblieben, bis sich der Bürger eines Tages nicht mehr schreckte und die Wilden sich an offenen Türen den Schädel einrannten.

Le Chat Botté – Puss-in-Boots

Grimms’ Other Tales – Andere Märchen der Gebrüder Grimm, so lautet der Titel einer in kleiner Auflage erschienenen englischen Liebhaberausgabe (The Golden Cockerel Press, 160 S.

Liebesgeschichten

Wogegen sind die Leute eigentlich, die morgen schon anfangen werden, mir böse Briefe zu schreiben (ich weiß das von meinem letzten Sagan-Artikel)? Gegen das Alter der Autorin? Genauso alt war Goethe, als er den „Götz von Berlichingen“ schrieb (N.

Glanz der Kindheit

Die Kindheit gewinnt an Glanz, je älter wir werden; und dennoch gehört hohe schriftstellerische Qualität dazu, diese wichtige und lebensvolle Phase ohne Sentimentalität und Befangenheit im Persönlichen zu schildern.

Akkurat und lebendig

Um die Bewahrung unseres Erbes durch das Buch steht es schlimm. Wo überhaupt noch irgendwo historisch-kritische Ausgaben gewagt werden, kriechen sie mit Hilfe von mühsam erbettelten Subventionsspritzen mühsam dahin.

Rheinland-Pfalz: Flaschen ohne Wiederkehr

Die „Rationalisierungsgemeinschaft deutscher Kellereien“ hat erneut einen Vorstoß zugunsten der „Einweg-Flasche“ unternommen, deren Einführung seit geraumer Zeit von den Weinhändlern am Rhein diskutiert wird.

Unterschrift genügt

Kürzlich stürzte ein junger Mann im weißen Kittel in eine Neubauwohnung, deren Mieter gerade eingezogen waren, überfiel die Hausfrau mit einem Schwall von Worten, von denen sie nur Innenarchitekt – günstig – unverbindlich“ verstand, und ehe sie sich’s versah, brauste der Mann in einem Auto mit ihr davon.

Bayern: Münchens junge Tonfänger

Den zahlreichen Münchner Jugendklubs hat sich jetzt ein neuer hinzugesellt: die „Junge Welle“, deren zwei Dutzend Mitglieder sich vorwiegend mit dem Sammeln seltsamer Geräusche beschäftigen.

Nord rhein-Westfalen: Hermann kann stehen bleiben

Varus, Varus, gib mit meine Legionen wieder!“ rief Kaiser Augustus im Jahre 9 n. Chr. verzweifelt aus. Er rief es vergebens: die römischen Legionen waren von den Truppen Hermanns des Cheruskers aufgerieben worden, und Varus hatte sich nach der vernichtenden Niederlage ins eigene Schwert gestürzt.

G’schaftelhuberei

Bei der Gründungsversammlung des „Volksaktienvereins“ in Düsseldorf mußte der Vorsitzende zugeben, daß er selber noch nicht recht wisse, „was eigentlich eine Volksaktie sein solle.

Leipzig: allzu ruhig

Die Leipziger Herbstmesse ist ausgesprochen müde verlaufen. Der Geschäftsverlauf besserte sich wohl im Laufe der letzten Tage etwas, kann jedoch abschließend nur als nittelmäßig bezeichnet werden.

Wandernde Insel...

Rund ein Zehntel der Erdölvorräte der Welt liegen unter dem Wasser der Weltmeere. Das ist der Erfolg von nur achtjähriger „Off-Shore“-Explorationstätigkeit: 1949 wurde die erste Bohrinsel im Meer (in rund zehn Meter Wassertiefe auf Pfählen stehend) im Golf von Mexiko errichtet.

Lufthansa mit größeren Schwingen

Für den am 6. Oktober in Kraft tretenden Winterflugplan kündigt die Deutsche Lufthansa infolge der Vergrößerung ihrer Flotte einen umfangreichen Verkehrsausbau sowohl im Weltverkehr als auch auf den Strecken des Europa- und Deutschlanddienstes an.

Die Währungs-Sackgasse

Es ist kaum anzunehmen, daß die großen Entscheidungen in der Währungsfrage auf den kommenden Konferenzen der OEEC, des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank fallen werden.

Höhere Ford-Verschuldung

Da kaum daran gezweifelt werden kann, daß die Mehrzahl der freien Aktionäre der Ford-Werke AG, Köln-Niehl, von dem Umtauschangebot der Verwaltung (100 DM Aktie gegen 200 DM achtprozentige Obligationen) Gebrauch machen wird, hat die Ford-Aktie ihre (oftmals nicht sehr rühmliche Rolle) auf dem deutschen Wertpapiermarkt ausgespielt.

Wenn die Zeit nicht laufen will...

Carl Fürstenberg, der verstorbene Senior der Berliner Handels-Gesellschaft, ließ seinen Sohn zur Ausbildung die Abteilungen des Hauses durchlaufen.

Ruhige Börsen vor den Wahlen

In den Börsensälen stehen – was den Optimismus anbelangt – zur Zeit nahezu alle Signale auf „Grün“. Niemand spricht mehr von einem drohenden Produktionsrückgang oder von einem Nachlassen der Konjunktur.

Gold als Anlage

Mit der Freigabe des innerdeutschen Goldhandels war bislang keine nennenswerte Belebung des Geschäfts in Goldmünzen und Goldbarren verbunden.

Gute Aussichten bei Salzdetfurth

Wer die Aussichten für die Kursentwicklung der * Salzdetfurth-Aktien beurteilen will, kann sich an zwei Aussagen der Verwaltung der Salzdetfurth-AG Bad Salzdetfurth, orientieren: Einmal wird in dem in dieser Ausgabe der ZEIT veröffentlichten Prospekt über die Börsenzulassung junger Aktien wieder von der Zuversicht gesprochen, mit der die weitere Geschäftsentwicklung anzusehen ist, und zum anderen hieß es im Geschäftsbericht für 1956, daß zwar die Investitionen in 1956 bei der Vereinigte Kaliwerk Salzdetfurth AG, aus der die Haupteinnahmen der Muttergesellschaft stammten, mit 23,8 Mill.

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