Die Notwendigkeit zur grundsätzlichen Neuordnung der Finanzstruktur der Fritz Werner AG, Werkzeugmaschinenfabrik in Berlin, besteht unverändert fort. Vorstand und AR erklärten vor der Presse, daß ernsthafte Verhandlungen im Gänge seien, von denen man eine endgültige Bereinigung erhofft; bei den komplizierten Verhältnissen könne man jedoch im Augenblick nichts Näheres sagen. Die bereits 1955 begonnene Stabilisierung hat im Geschäftsjahr 1956 und auch im laufenden Jahr weitere Fortschritte gemacht. 1956 ist der Umsatz gegenüber 1955 nochmals um 21 (44) v. H. gestiegen und liegt damit bei etwa 30 Mill. DM. Der Inlandanteil macht etwa 47 (58) v. H. aus. Wie allgemein in der Investitionsgüterindustrie ist der Auftragseingang etwas schwächer geworden; die vorliegenden Aufträge reichen für etwa 3 1/2 Monate Beschäftigung. Der für 1956 ausgewiesene Gewinn von 0,053 Mill. DM wird zur Tilgung des Verlustvortrages auf 2,17 Mill. verwendet. Vorstandsvorsitzender Dr. Rudolf Meyer erklärte, daß in Zukunft Investitionen von etwa 1 Mill. DM im Jahr erfolgen müßten, um die Fertigung weiter zu rationalisieren.

Die Bilanz leidet noch immer unter der hoben Verschuldung und einer überdurchschnittlichen Zinsbelastung. Bei einem AK von nur 2,4 Mill. DM matten die gesamten Verbindlichkeiten immer noch 39.6 (41,6) Mill. DM aus. Zum ersten Male wurde wieder ein kleiner Gewinn von 0,05 Mill. DM erzielt, um den "ich der Verlustvortrag auf knapp 2,2 verringert Eine gründliche Änderung der Finanzstruktur steht noch aus. G n s