Ein aufsehenerregender Bericht der europäischen Wärmefachleute klagt uns maßloser Verschwendung an: Die Herde, die noch zu Hunderttausenden aus Vorkriegszeiten in unseren Küchen stehen, nutzen die teure Kohle nämlich kaum zu 30 v. H., wogegen es der Blitzherd des Jahres 1957 auf nahezu 70 v. H. bringt! Ihre Gattin ist also nicht zu Unrecht der Meinung, daß sich "ein neuer" von allein bezahlt mache...

Aber natürlich kocht man bei Ihnen elektrisch. Doch wenn die Zentralheizung fehlt oder die Küche kühl ist, bleibt das Heizproblem. Da schlägt man am besten zwei Fliegen mit einer Klappe, indem man sich für die vollautomatische Herdkombination entscheidet.

Bisher nicht gekannte technische Feinheiten erlauben auch zeitknappen Hausfrauen ausgiebiges Kochen, Backen und Braten. Die "denkende" Blitzkochplatte beispielsweise, die schnellstens ein eiliges Gericht zaubert, andererseits aber stundenlang eine Speise warm hält und automatisch auf sie aufpaßt, die selbsttätige Temperaturregelung der Normalplatten, die keine übergelaufene Milch oder angebrannte Suppen mehr kennt, schließlich der Backofen, in dem alle Temperaturen zwischen 50 und 300 Grad stufenlos gewählt und erhalten werden können, sind echte Errungenschaften.

Allerdings muß man für einen kombinierten Herd mindestens 500 DM anlegen. Die ideale Kombination für die vier- bis sechsköpfige Familie in der Gesamtgröße von 96,5X48X80 cm mit vier Elektroplatten (davon zwei "Blitz") kostet einschließlich Abdeckplatte rund 740 DM. (Die Kombination Gas/Kohle gleicher Größe ist um etwa 70 DM billiger.)

Der Elektroherd allein ist von etwas über 200 DM für den zweistelligen Kleinherd ohne Untersatzschrank bis zu rd. 600 DM für die große Familie zu haben. Der erstere reicht nicht nur für den Junggesellen aus, sondern ist auch für junge Ehepaare geeignet, die das "Turmkochen" nicht verschmähen und den Backofen richtig auszuwerten verstehen. Als Neuheit wird ein Infrarot-Brat- und Backofen angeboten, bei dem Brat- und Kochteil nebeneinander in Hand- und Sichthohe angeordnet sind, um der Hausfrau das Bücken zu ersparen.

Worauf Sie noch achten sollten: daß auch der Kohleherd eine geschliffene Schnellkochplatte besitzt! Sie hilft das Kohlefeuer voll ausnutzen und bewahrt vor der Versuchung, wegen eines schnellen Gerichtes am Ende doch den Strom einzuschalten. L. W.