wo. da., Halle

In der Sowjetzone sind während der letzten Zeit eine ganze Reihe von Kirchen neu errichtet und viele alte Gotteshäuser renoviert worden. Aus der umfangreichen Liste derartiger Arbeiten seien hier nur einige genannt. Auf dem Mittelschiff des Naumburger Domes werden schadhafte Dachstellen ausgebessert; ein neues Dach wird die Jakobikirche in Chemnitz erhalten, weil das alte völlig verfiel. In Magdeburg wurden die Arbeiten am Sommer-Refektorium des Klosters "Unser Lieben Frauen" aufgenommen, nachdem zunächst einmal 12 000 Ostmark dafür bewilligt sind.

Neue Glocken erhielten die St. Markus-Kirche in Leipzig, die St. Jakobi-Kirche in Schönebeck, die Luther-Kirche in Morl sowie die Gotteshäuser in Böhlen, Frankleben, Wolfen, Döllnitz und die St. Moritz-Kirche in Mittenwalde/Brandenburg. Neu eingeweiht werden konnten die Klosterkirche St. Heinrich in Pirna (der Staatszuschuß betrug 100 000 Mark), die Auferstehungskirche Ellefeld, die Kirchen in Oberhof, Piesau und Wernshausen (Thüringen), die Erfurter Barfüsser-Kirche (Staatszuschuß: 195 000 Mark), die Bonifatiuskirche in Weimar, der Bautzener Dom, die Dresdener Kreuzkirche und die St. Michaeliskirche in Rostock (Zuschuß 35 000 Mark). Teilweise oder vollständig restauriert wurden die Liebfrauenkirche in Halle, die Schloßkirche zu Breitungen/Schmalkalden, der St. Nicolai-Dom in Stendal, der Dom zu Halberstadt, die Stiftskirche zu Quedlinburg, der Magdeburger Dom, die Potsdamer Nicolai-Kirche, die Magdeburger Johanniskirche und viele kleine Kirchen. Die Gesamtzahl aller Gotteshäuser, die wiederaufgebaut wurden und werden, ist ebensowenig wie die Summe der gezahlten Staatszuschüsse bekannt.