In einem Leserbrief an die Zeitung des sowjetzonalen Kulturbundes erhebt ein Kulturbeflissener gegen Wolfgang Koeppens Roman "Der Tod in Rom" Vorwürfe, die zu einem Verbot des Buches führen müßten – wenn sie zuträfen: "Während wir sonst alles tun, um den Einfluß des Minderwertigen aus Westdeutschland zu unterbinden, lassen wir hier zum öffentlichen Verkauf ein Buch ausliegen, das man auch zur pornographischen Literatur rechnen könnte. Um alle Perversitäten zu verstehen, bedarf es nämlich schon eines Sexuallexikons." Zu den beanstandeten Wörtern zählt auch die Bezeichnung "Koma" für einen Zustand völligen Ausfalls der bewußten Hirntätigkeit ... F.