Die Südchemie AG, München, konnte am 19. November die 100. Wiederkehr des Tages begehen, an dem die Gründer des ältesten Unternehmenszweiges, des heutigen Werkes Heufeld, durch königliches Reskript die Konzession für die "Bayerische Aktiengesellschaft für chemische und landwirtschaftlich-chemische Fabrikate, München", erhielten. Die Firmentradition wurde dadurch bewahrt, daß diese Gesellschaft bei der Fusion mit der "Vereinigte Bleicherde-Fabriken AG" 1941 aufnehmende Gesellschaft war und in "Süd-Chemie AG" umbenannt wurde. Die Süd-Chemie hat auf jegliche Jubiläumsveranstaltung verzichtet und die eingesparten Mittel wissenschaftlichen und karitativen Zwecken sowie in erster Linie der Belegschaft zugewendet.

Das AK des Unternehmens, das 1948 1:1 umgestellt wurde, beträgt 5,4 Mill. DM. Seit der Währungsreform bis Ende 1956 sind 28 Mill. DM investiert worden, von denen die Hälfte durch Abschreibungen gedeckt werden konnte. Für 1956 wurden zwölf v. H. Dividende gezahlt. Die Belegschaft beträgt 1400 Mann. Im laufenden Jahr wird der Geschäftsverlauf als im allgemeinen befriedigend bezeichnet, obwohl der Auftragseingang die Erwartungen nicht voll erfüllt hat. Ga.