Draußen, auf der Terrasse, tummeln sich die jungen Pioniere mit ihren Fahnen. Eine Gruppe Panzeroffiziere aus Wünsdorf läßt sich photographieren – wie wir uns 1940 als Absolventen der Döberitzer Infanterieschule aufnehmen ließen. Interessiert betrachten die Ausländer die Uniformen der jungen Männer. Aber dann verläuft sich alles im Park es ist ja noch so viel zu besichtigen: Neues Palais, Orangerie, Drachenhäuschen, Belvedere, Antiken-Tempel, Freundschafts-Tempel, Chinesisches Teehäuschen, Römische Bäder, Schloß Charlottenhof, Fasanerie. Dies alles steht noch, nur die historische Mühle wurde im Krieg zerstört. Dieses "Monument der Gerechtigkeit" paßt auch, will es scheinen, nicht mehr recht in das Potsdam von 1957...

Später werden die Ausländer vom volkseigenen Luxusbus wieder zum Bahnhof Friedrichstraße gefahren. Der Mann aus Leipzig fährt mit der S-Bahn nach Westberlin. Auf dem Bahnhof Griebnitzsee muß er seinen Ausweis vorzeigen, ehe er die Sektorengrenze passieren darf.