Mit der V 2 fing es an. Obwohl eine ausschließlich auf die Vernichtung des Gegners gerichtete Kriegswaffe, wirkt sie heute, nach nur dreizehn Jahren, fast harmlos im Verhältnis zu den künstlichen Himmelskörpern und den eines Tages vielleicht mit Atom- und Hydrogensprengkörpern befrachteten Raketen von heute. Der Mensch wird die Geister, die er rief, nicht mehr los. Sein Dämon versucht jetzt auch den Weltraum in den Griff zu bekommen. Zwei, sechs oder, zehn Jahre wird es dauern, und Menschen werden den Fuß auf den Boden fremder Welten setzen. Heute schon streitet man sich in der UNO um die Hoheitsrechte im Weltall. Durch die Sputniks der Sowjetrussen alarmiert, sind die Amerikaner gewillt, den Konkurrenzkampf bis aufs äußerste zu führen und erhöhen von heute auf morgen die Verteidigungsausgaben. Kein Zweifel, die Menschheit wird viel gewinnen an Erkenntnissen, an Macht und an Selbstgefälligkeit. Aber sie wird auch viel verlieren. Wieviel? Wer vermöchte das heute schon zu sagen? Es ist höchst fraglich, ob sie der Größe des Raumes, den sie betritt, auch psychisch gewachsen sein wird. Und es ist möglich, daß für die Menschen von morgen der Mond Gegenstand von tausend Ängsten, von wissenschaftlichen Analysen und politischen Auseinandersetzungen sein wird und nie mehr wieder der "schöne, stille Gefährte der Nacht".