Ich bin jene Überheblichkeit leid, die immer nur kritisiert, immer nur schlecht macht, in einem Wort: den Nihilismus. Wo etwas verworfen werden muß, da soll es kurz und klar verworfen werden. Wo es aber noch immer etwas zu preisen gibt, da sollte es laut und eingehend gepriesen werden. – Der Nobel-Preisträger Albert Camus in einem Interview für die englische Sonntagszeitung "Observer".

Heinz Trökes in Ungnade

Die sowjetzonen – amtliche Zeitung "Neues Deutschland" bemerkt zu einer Ausstellung von Werken des Hamburger Malers Professor Heinz Trökes in Halle: "Wenn in derDDR einem der exponiertesten Vertreter der Verfallskunst die Tore zur Ausstellung geöffnet werden, muß man fragen, ob es im Bereich der realistischen Kunst nicht genügend Interessantes gibt, das den Ansprüchen der Besucher der Galerie Henning in Halle genügen könnte. Das Schielen nach der westlichen Kultur’ in einer Zeit, wo die kulturelle Überlegenheit der sozialistischen Welt schon mit Händen zu greifen ist, steht einem Kunstunternehmen schlecht an, das sich des Schutzes und der Unterstützung der DDR erfreut." 1955 noch hatte der Kultusminister dieser DDR an die westdeutschen Kultusminister "konkrete Vorschläge für sofortige Maßnahmen zur Erhaltung der einheitlichen deutschen Kultur" gemacht und als Punkt zwölf gefordert: "Gegenseitige Beteiligung der deutschen Künstler und Kunsthandwerker an Ausstellungen und künstlerischen Wettbewerben."

Die Prinzessin tanzt

Die Gleichgültigkeit den klassischen Tänzen gegenüber habe Prinzessin Margaret zu verantworten, meinen die englischen Tanzlehrer in ihrer Zeitung The Dance Teacher. Bisher habe der Rock’n’Roll mit Recht als nicht gesellschaftsfähig gegolten; seit aber Prinzessin Margaret gezeigt habe, daß sie diesen Tanz liebe und billige, bürgere er sich ein. Ja, wenn man mit der "Demokratisierung des Königshauses" erst einmal anfängt...

Singe – und lebe länger

In den USA und in England hat man – wie das Organ einer Eidgenössischen Krankenkasse mitteilt – durch Reihenuntersuchungen in den letzten zwanzig Jahren feststellen können, daß "die Abwehr vor frühzeitiger Ablebigkeit" bei Erkrankung der Atmungsorgane in 35 v. H. der geheilten Fälle der Mithilfe des Chorgesanges ("... in straff organisierten Gesangvereinen und Liedertafeln...") zu verdanken ist. Der Beitrag schließt mit dem Aufruf: "Die Angehörigen des Chorgesanges haben hier eine propagandistische Aufgabe zur Rettung des menschlichen Lebens in ihrer Hand!"