Stoßseufzer der Woche

Wenn die Kirche einen Sputnik abschießen könnte, in dem ein Bischof sitzt, dann würden sich Millionen mit religiösen Fragen befassen. – Lord Alastair Graham.

Wir können nicht wählen zwischen Sputnik und der Waschmaschine; wir müssen beides haben. – Paul-Henri Spaak.

Ideologie auf Kränzen

Sehr unterschiedlich, aber auch recht bezeichnend waren die Aufschriften auf den Kränzen, die von den ausländischen Delegationen anläßlich der Vierzigjahrfeiern der Oktoberrevolution in Moskau im Stalin-Mausoleum niedergelegt wurden: Die Jugoslawen und Polen legten Kränze mit der kurzen Aufschrift nieder: "Dem großen Lenin". Sie ignorierten den neben ihm aufgebahrten Stalin. Die Tschechoslowaken: "W. I. Lenin und J. W. Stalin von der Partei und Regierungsdelegation der Tschechoslowakischen Republik". Die Bulgaren aber scheinen diesmal die augenblickliche Stimmung in Moskau am besten erfaßt zu haben. Sie brachten zwei Kränze. Auf der einen Schleife stand: "Dem genialen Führer der proletarischen Revolution, W. I. Lenin", auf der anderen: "Dem großen Marxisten-Leninisten, J. W. Stalin".

Polnische Fremdenverkehrswerbung

In einem Interview mit der Warschauer Zeitung Tribuna Ludu hat der polnische Innenminister Wladislaw Wicha erklärt, die polnischen Sicherheitsorgane kontrollierten seit mehreren Monaten die Aktivität staatsfeindlicher Elemente und fremder Spione. Wicha warnte die polnische Bevölkerung ausdrücklich vor "anscheinend harmlosen" Gesprächen mit ausländischen Touristen.