Die Aktionäre der Klöckner-Werke AG und der Klöckner-Bergbau Königsborn-Werne AG werden auf den Hauptversammlungen am 6. Dezember den ständigen Oppositionär Erich Nold kennenlernen. Er bemängelt einige Posten der Jahresabschlüsse. Sein Bestreben ist auf ein Vertagen der Hauptversammlungen gerichtet. Ziel: höhere Dividende als wieder acht v. H.. Er beanstandet die Höhe der Vorstandsbezüge, die sich – wie er in einem Schreiben an den Bundesverband des privaten Bankgewerbes e. V. mitteilt – im letzten Jahr um rund 90 v. H. erhöht hätten.

Der mit den 6. Dezember einberufenen oHV der Westfälischen Drahtindustrie, Hamm (Westf.), wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 1956/57 (30. 6.) folgende Dividendenregelung zu genehmigen: vier v. H. bevorrechtigte Gewinnanteile auf die Vorzugsaktien, auf die Stammaktien eine Dividende von ebenfalls vier v. H. Unabhängig von der durch die Gesellschaft gezahlten Dividende erhalten die freien Aktionäre von der Firma Krupp die mit diesem Geschäftsjahr auslaufende Zahlung von fünf v. H. gemäß der im Zusammenhang mit der Neuordnung übernommenen Verpflichtung. Die Geschäftslage war durch folgende Faktoren gekennzeichnet: Rückläufiger Inlandabsatz, verstärkter Export, nicht voll aufgefangene Kostensteigerungen im Material- und Lohnbereich, Zwang zur Rationalisierung. (AR-Vors.: Berthold von Bohlen und Halbach; Vorstand: Walter Hobecker, Dr. Alfred Koegel.)

Die Allianz Versicherungs-AG, München und Berlin, schlägt der zum 13. Dezember einberufenen HV für die Geschäftsjahre 1955 und 1956 eine Stückdividende von je 20 DM vor. Da von den auf 200 DM lautenden Aktien 176,26 DM eingezahlt sind, entspricht – bezogen auf das eingezahlte Grundkapital von 31,02 Mill. DM – der Vorschlag einer Gewinnverteilung von 11,347 v. H. je Geschäftsjahr. (AR-Vors.: Kommerzienrat Dr. e. h. Karl Butzengeiger; Vorst.-Vors.: Dr. Hans Goudefroy.)

Von der Verwaltung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft, München, wird der HV am 12. Dezember für 1956/57 (30. 6.) eine Dividende von wieder 10 v. H. vorgeschlagen. Die Entwicklung des Geschäftes – dem Umfang und der Verbreitung nach – war auch im Berichtsjahr gut. Im Ergebnis war es dadurch beeinträchtigt, daß das Kraftfahrzeughaftpflichtgeschäft einen gegenüber dem Vorjahr erhöhten Verlust brachte und andere Branchen, wie Feuer, Transport, Sturm und Wasser, in einem großen Teil des Arbeitsgebietes der Gesellschaft ebenfalls Schadenssteigerungen aufweisen. (AR-Vors.: Dr. h. c. Ludwig Kastl; Vorst.-Vors.: Dr. Alois Alzheimer.)