Ein schon lange gehegter Plan, das Konsumgütergeschäft der Siemens & Halske AG und der Siemens-Schuckertwerke AG in einer eigenen Gesellschaft zusammenzufassen, ist Wirklichkeit geworden. Mit dem 1. Oktober nahm die im Juni gegründete Siemens-Electrogeräte AG in München ihre Tätigkeit auf. Oskarvon-Miller-Ring 18 lautet die Anschrift dieses modernen Bürohauses, mit der zufälligerweise die neue Gesellschaft die Erinnerung an den um die Elektrotechnik so verdienten Bürger Münchens in alle Welt trägt.

Das Geschäft mit den Konsumgütern war schon vor dem Kriege beachtlich, hat aber in den Jahren nach der Währungsreform noch erheblich an Bedeutung gewonnen. Zum Rundfunk kam Phono und Fernsehen; die Hausgeräte haben sich, ursprünglich ausgehend vom Staubsauger und den Elektro-Kleingeräten, über Herde, Heißwasserspeicher, Kühlschränke, Waschgeräte und Küchenmaschinen zu einem großen Sondergebiet entwickelt.

Schon in den 90er Jahren wurde für das Haus Siemens eine Vertriebsorganisation im In- und Ausland aufgebaut, die im Laufe der Zeit immer mehr verfeinert wurde. Heute spannt sich über das gesamte Bundesgebiet und fast alle Länder der Welt ein Netz von Geschäftsstellen, um eine möglichst ortsnahe Verbindung zu den Abnehmern zu pflegen. Das Haus Siemens ist in 62 Ländern der Erde vertreten; im Bundesgebiet bestehen z.Z. 13 Zweigniederlassungen, 23 Technische Büros und 97 Ingenieursbüros, Verkaufs- und Auslieferungslager.

Diese dritte Säule des Hauses Siemens faßt jetzt den Vertrieb aller Konsumgüter zusammen, sie hat jedoch nicht die Aufgabe, direkt an die Verbraucher zu verkaufen. Die Erzeugnisse werden vielmehr von den vier Siemenswerken geliefert. Zur Ermittlung des jeweiligen Bedarfs betreibt das Unternehmen auch eine eigene Marktforschung, we.