In diesem Jahr wird der Umsatz der Eternit AG, Berlin-Hamburg, mindestens 115 Mill. DM und bei einem Dezemberwetter, das die Fortsetzung der Bautätigkeit gestattete, 120 Millionen DM erreichen. Unter Berücksichtigung der Anfang d. J. vorgenommenen Preissenkungen bedeutet dies in den ersten neun Monaten der Menge nach eine Umsatzzunahme gegenüber dem Vorjahr bei der AG um 46 v. H. und bei den Tochtergesellschaften um 30 v. H. Dieser glänzende Erfolg beruht zu einem wesentlichen Teil darauf, daß die deutschen Eternit-Werke nach dem Kriege wieder den Anschluß an die Erfahrungen der ausländischen Schwestergesellschaften gewannen, die ihren Asbestzementprodukten eine Fülle neuer Anwendungsgebiete erschlossen hatten. Der Einbruch in den deutschen Markt war aber nur durch den ständigen Ausbau des Unternehmens möglich. Das dafür erforderliche Kapital haben die ausländischen Aktionäre, nämlich die zusammen mit rd. 65 v. H. am jeweiligen AK beteiligten Eternit-Gesellschaften in der Schweiz, in Belgien und neuerdings auch in den USA, stets bereitwillig zur Verfügung gestellt.

Nachdem das AK erst zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres auf 16 Mill. DM verdoppelt worden war, ist jetzt die auf der letzten HV bereits genehmigte weitere Erhöhung um insgesamt neun Mill. DM formell vorgenommen worden. Davon entfallen 7,25 Mill. DM auf die alten Aktionäre entsprechend ihrem bisherigen Anteil, die restlichen 1,75 Mill. DM auf die Belegschaftsaktien, deren Ausgabe bis zum Jahresultimo 1962 befristet ist. Die am bisherigen AK mit etwas über 25 v. H. beteiligte Ost- und Mitteldeutsche Zement AG (OMZ), Dortmund, die bereits anläßlich der letzten Kapitalerhöhungen die Kredithilfe anderer Aktionäre in Anspruch genommen hatte, hat ihr Paket mit den Rechten einer qualifizierten Minderheit und mit steuerlichem Schachtelprivileg an die Berliner Bank AG abgegeben, die es zunächst treuhänderisch verwaltet. Später sollen diese Aktien wieder in den Dauerbesitz einer qualifizierten deutschen Minderheit übergehen. Die Gesellschaft wird auch für 1957 wieder acht v. H. Dividende ausschütten und die gesetzliche Reserve um 0,8 auf 1,6 Mill. DM oder 10 v. H. des gegenwärtigen AK erhöhen. Die Verwaltung rechnet schon jetzt mit einer weiteren Kapitalerhöhung, die gegen Ende des nächsten Jahres durchgeführt werden soll. G. G.