Der 31. Dezember 1957 ist für die Versicherten und Rentner der Angestelltenversicherung ein wichtiger Termin. Nach dem neuen Recht werden sowohl Waisenrenten als auch Kinderzuschüsse zu Versichertenrenten für ein unverheiratetes Kind über das 18. Lebensjahr hinaus bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt, wenn dieses sich noch in Schul- oder Berufsausbildung befindet oder infolge körperlicher oder geistiger Gebrechen außerstande ist, sich selbst zu unterhalten. Bei Renten, die am 1. Januar 1957 schon festgestellt waren, werden diese Zahlungen über das 18. Lebensjahr hinaus nur auf Antrag geleistet. Wenn ein solcher Antrag bis zum 31. Dezember 1957 gestellt wird, so erfolgt die Zahlung gegebenenfalls rückwirkend ab 1. Januar 1957. Bei späterer Antragstellung beginnt die Zahlung erst mit dem Antragsmonat.

Weiterhin sollten alle Vollwaisen, die schon vor dem 1. Januar 1957 rentenberechtigt waren, darauf achten, daß sie gegebenenfalls noch vor dem 31. Dezember 1957 die höhere Vo11 Waisenrente (monatlich DM 75,–) beantragen, die ihnen dann auch rückwirkend ab 1. Januar 1957 gezahlt werden muß. Wird der Antrag erst später gestellt, so erfolgt die Zahlung erst ab Antragsmonat.

Auch für die freiwillig Weiterversicherten ist der Jahresschluß 1957 bedeutsam: bis zum 31. Dezember 1957 können noch freiwillige Beiträge nach dem alten Recht für die Jahre 1955 und 1956 rückwirkend entrichtet werden. Die Postanstalten halfen diese alten Beitragsmarken noch zum Verkauf bereit.