Auf der Hauptversammlung der Siemens & Halske AG, Berlin-München, betonte Aufsichtsratsvorsitzender Dr.-Ing. Ernst von Siemens, daß für das Haus Siemens für das laufende Geschäftsjahr 1957/58 (30.9.) keine Veranlassung zu Pessimismus gegeben sei. In den bisher abgelaufenen Monaten dieses Geschäftsjahres habe sich der Auftragseingang zufriedenstellend entwickelt. Die Verwaltung rechne allerdings nicht mehr mit einer großen Umsatzsteigerung. Die HV genehmigte den Abschluß für 1956/57 (30.9.) mit 10 v.H. Dividende und 2 v.H. Bonus (i.V. 9 v.H. Dividende). Wenn man den Ertragswert der Siemens-Aktien nach den Beträgen errechne, sagte Dr. von Siemens, die den Aktionären seit 1952 in Form von Dividenden und Bezugsrechten bei den beiden Kapitalerhöhungen zugeflossen seien, so ergibt sich für diese sechseinhalb Jahre eine jährliche Rendite von 11 1/2 v. H. auf den heutigen Kurs bezogen (etwa 215).

Für den Dividendenvorschlag für 1956/57 seien außer dem befriedigenden Jahresergebnis die günstigen Sonderfaktoren (Wegfall von Sonderdotierungen an die Altersfürsorge, Wegfall von Emissionskosten, Entschädigungsbeträge aus Schweden, Rückflüsse auf 7 d-Darlehen) maßgebend gewesen. Das solle jedoch nicht heißen, daß die Siemens-Verwaltung von jetzt an 10 v. H. Dividende als einen Normalsatz ansehe, von dem man in Zukunft nach oben oder unten nicht abweichen wolle. Man sei keineswegs für eine Verneurung der Aktie. Ferner wurde wegen der großen technischen und finanziellen Risiken auf die Notwendigkeit einer vorsichtigen Rücklagenpolitik hingewiesen.

Der Aufsichtsrat wurde ergänzt durch: Otto A. Friedrich, Hamburg; Dr. Hans Goudefroy, München; Dr. Hans Ch. Freiherr von Tucher, München.

Auch die HV der Siemens-Schuckertwerke AG, Berlin-Erlangen, beschloß antragsgemäß 10 v. H. Dividende und 2 V. H. Bonus für 1956/57 (30. 9.) zu verteilen. In den AR wurden neu hinzugewählt: Dr.-Ing. E. h. Hans Günther Sohl, Duisburg-Hamborn; Dr. rer. pol. Walter Tron, München und Wilhelm Zangen, Düsseldorf. V. D.