Die meisten Deutschen (fast alle, die in Berufen arbeiten, in denen es nichts zu kompensieren gibt) verdienen heute so wenig, daß sie das finanzielle Existenzminimum nicht mehr erreichen. Sie müssen das Lebensnotwendige verkaufen, um sich das Lebensnotwendigste kaufen zu können. Natürlich haben diese Menschen viele Wünsche. Aber es ist seltsam zu hören, wie bescheiden ihre Träume sind, bescheiden und unerfüllbar. "Ein warmes Kleid für meine Frau." – "Endlich den Schuhmacher bezahlen können." – "Ein Bett für mich und meine Frau." – "Ein Leben ohne Furcht." – "Ein Stück gute Seife." – "Keine Zwangsarbeit mehr." – "Eine ganze Woche allein in einem Bett schlafen." – "Sich jeden Tag eine Pfeife stopfen können." Hans Bayer