Frankfurts Internationale Frühjahrsmesse ergab einen aufschlußreichen Konjunktur-Test; die Ordertätigkeit war recht flüssig und entsprach in etwa den (bescheidenen) Erwartungen der Aussteller. Bei den Preisen zeichnete sich eine stärkere Stabilisierung ab; allerdings zeigte sich auch, daß das westdeutsche Exportangebot kaum noch billiger ist als das Angebot der ausländischen Konkurrenz. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß sich zumindest in Frankfurt hinsichtlich der künftigen Entwicklung eine durchaus positive Grundhaltung mit normalen konjunkturellen Erwartungen durchgesetzt hat.

Die westdeutschen Kapitalinvestitionen im Ausland sind immer noch bescheiden, sie haben aber eine steigende Tendenz. Von 1952 bis zum Ende des vergangenen Jahres wurden 1,7 Mrd. DM im Ausland investiert. Mit 595,9 Mill. DM konzentrierte sich der größte Block dieser Kapitalien auf Europa, 513,9 Mill. DM gingen nach Mittel- und Südamerika, 224 Mill. DM nach Kanada und 184,5 Mill. DM nach den USA. An der Spitze der Investoren stehen Hütten- und Stahlwerke, dann folgen die chemische und pharmazeutische Industrie sowie die elektrotechnische Industrie.