Bei den letzten Hallen-Handball-Weltmeisterschaften in Ostberlin blieb Schweden unerreicht und wurde wieder Weltmeister. Daß aber ein gemeinsames Team der Bundesrepublik und der DDR den zweiten Platz an die Tschechen abtreten mußten, ist der Tatsache zuzuschreiben, daß nicht die besten Spieler in der deutschen Mannschaft vertreten waren. In dem entscheidenden Spiel gegen die ausgezeichneten Tschechen saßen einige der besten deutschen Spieler, die das Blatt vielleicht hätten wenden können, auf den Zuschauerbänken, anstatt gegen das gegnerische Tor zu stürmen und die siegbringenden Tore zu schießen. Bei jedem Ausscheidungsspiel hatten ein oder zwei Mann ohne Rücksicht auf ihre größere Erfahrung und ihr besseres Können hinter schwächeren Spielern zurückstehen müssen – nur weil die Sowjetzone fanatisch auf "Parität" bestand. Die Sportmanager von drüben waren nicht großzügig und selbstsicher genug, auf Gleichberechtigung zu verzichten, wenn die Bundesrepublik den besseren Mann hatte. Sie verzichteten lieber auf den möglichen gemeinsamen Sieg, weil sie ihr Prestige bedroht sahen. wakl