In unserer Ausgabe vom 19. Dezember 1957 (" RentenArithmetik zum Jahresende") haben wir mitgeteilt, daß freiwillige Beiträgezurgesetzlichen Rentenversicherung für 1955 und 1956 noch rückwirkendentrichtetwerdenkönnten, und zwar sowohl in den alten, als auch in den neuen, seit dem 1. Januar 1957 geltenden Beitragsklassen. Einige unserer Leser haben uns geschrieben, daß diese Auffassung im Widerspruch stände zu dem neuen Merkblatt 3 der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, wonach nur Beitragsmarken alter Art zur Nachentriditung verwendet werden dürfen. Hierzu können wir uns auf mehrere Kommentare hoher Beamter von Versicherungsträgern zu den Neuregelungsgesetzen berufen, die dl von uns vertretene Ansicht teilen. Dabei wird ua aul die Einführung neuer Beitragsklassen am 1.6. 1949 hingewiesen, nach der die Nachentrichtung für frühere Zel-i ten nur in den Heuen Beitragsklassen erfolgen durfte : In dieser Frage, die noch bis zum 31. Dezember 1958 ( praktische Bedeutung hat ( Nachentrichtüng für 1956), werden also die Sozialgerichte wahrscheinlich das letzte Wort sprechen müssen.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir ein drucktechnisches Versehen richtigstellen, durch das in unserem erwähnten Artikel das Ende des vorletzten Absatzes entstellt worden ist. Es mußte dort im Zusammenhang mit den Versicherten oberhalb von 60 Jahren heißen: da bei Versicherungsfällen bis Ende 1961 die Renta nach altem Recht einschl. Sonderzuschuß berechnet wird, wenn dieses für den Berechtigten günstiger ist (ArVNQ Art. 2 § 42, AnVNG Art. 2 § 41), kann auch die Verwendung alter Beitragsmarken vorteilhafter sein, nämlich dann, wenn die Bemessungsgrundlage so hoch ist, daß trotz Beitragsentrichtung bis zum Alter 65 nach Klasse A immer noch ein erheblicher Teil bei der Rentenberechnung nach neuem Recht unter den Tisch fällt B. F.