Bei der C. Lorenz AG, Stuttgart, war nach der starken Umsatzsteigerung von 31 v. H. in 1956 die Zuwachsrate im vergangenen Jahr mit 13 v. H. geringer. Hierzu haben neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung unvorhergesehene Verzögerungen behördlicher Beschaffungsvorhaben beigetragen. Dennoch lag der Umsatz im kommerziellen Nachrichtenmittelgeschäft noch um 3 v. H. höher und der Umsatz auf dem Gebiet der Konsumgüter, Rundfunkempfänger, Fernsehempfänger usw. um 24 v. H. höher. Insgesamt wurden 141,0 Mill. DM umgesetzt. Die Exportquote erhöhte sich weiter auf 26 (23) v. H. Der auf den 25. März einberufenen oHV wird die Verteilung von wieder 8 v. H. Dividende vorgeschlagen.

Bei der ElbschloB-Brauerei, Hamburg, haben sich Ausstoß und Ertrag im Geschäftsjahr 1956/57 (30. 9.) weiterhin günstig entwickelt, so daß die Verwaltung der Gesellschaft der zum 28. April einberufenen Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 10 (8) v. H. vorschlagen kann. An dem 4 Mill. DM betragenden Grundkapital ist die Dresdner Bank AG mit über 50 v. H. beteiligt.

Mit einer drastischen Dividendenherabsetzung müssen sich die Aktionäre der Hochseefischerei Nordstern AG, Bremerhaven, abfinden. Der auf den 10. April einberufenen oHV soll die Verteilung einer Dividende von 6 (9) v. H. vorgeschlagen werden. Die Mittel für die Dividende sind nicht verdient worden, sondern müssen aufgelösten stillen Reserven entnommen werden.

Auch die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank, München, hat den Sprung über die 12-Prozent-Hürde nicht gewagt. Das Institut schlägt der am 31. März stattfindender, HV eine Dividende von unverändert 12 v. H. für 1957 vor. (Ausführlicher Bericht folgt in der nächsten Ausgabe).

Im AR der Daimler-Benz AG hat die Flick-Gruppe jetzt ihren Einfluß verstärkt. Der Generalbevollmächtigte der Friedrich Flick KG in Düsseldorf ist neu in den AR aufgenommen worden. Er tritt an die Stelle von Karl Blessing (Präsident der Deutschen Bundesbank). Nunmehr ist die Flick-Gruppe mit drei Mitgliedern im Daimler-AR vertreten.