Die Rambiers der American Motors zum Beispiel, die der Italiener Pinin Farina entwarf. Mit schönen einfachen Kühlgittern, schmalen einfachen Dachpfosten, nur wenigen dekorativen Elementen und mit Motoren von 16 Steuer-PS und allem den Amerikanern unentbehrlich erscheinenden Komfort besitzen sie die gleiche Wendigkeit und Handlichkeit wie die europäischen Vorbilder, die man auch in den Staaten zu schätzen beginnt. Zu diesen Favoriten in der Gunst des amerikanischen Publikums gehören der große Ambassador V 8, der Rambler American Sechs-Zylinder (16/91 Steuer-PS), der Rambler-Six Sechs-Zylinder (16/140 Steuer-PS) und der sehr gefällige Vier-Zylinder Metropolitain (8/60 Steuer-PS).

Ähnlich großes Interesse fanden Klein- und Kleinstwagen, häufig als Nachfolger der in prosperierenden Ländern als nicht mehr "comme il faut" empfundenen Motorroller. Auf diesem Gebiet sind augenblicklich nur Italien und die Bundesrepublik als ernsthafte Konkurrenten anzusehen, und von den Produkten anderer Länder gibt man nur der in Frankreich zum Kleinstwagen entwickelten Vespa eine lohnende Absatzchance.

Eine Erinnerung an den Genfer Salon 1958 wäre über Gebühr lückenhaft, vergäße man die guten alten Bekannten, die zahlreichen Autotypen aus aller Welt, die sich seit Jahren bewährt haben und grundlegende Änderungen nicht erfuhren, weil sie ihrer nicht bedurften. Trotz knapper Auswahl – sie wurde getroffen, um eine klare Übersicht über den gegenwärtigen Stand der Entwicklung zu ermöglichen – fehlte in Genf kaum eine Firma von Rang und Namen. Nur VW, Porsche und Dodge hatten das große Stelldichein der Automobile versäumt. Vielleicht waren sie nicht darauf angewiesen. Aber auch ohne sie konnte auf dieser Schau, für die allein die Engländer 240 Räder rollen ließen, jeder das Auto seiner Träume finden; vorausgesetzt freilich, daß es Menschen gibt, die von Autos träumen, wie man vom Glück träumt.