Ein indisches Touristenbüro, das nicht nur deutschen Reisenden zur Verfügung steht, sondern auch Österreich, Holland, die Schweiz und Jugoslawien in seinen Wirkungskreis einbezieht, wurde im Baseler Hochhaus in Frankfurt am Main eröffnet. Das Büro erteilt nur Informationen und Reiseratschläge, die Buchungen übernehmen nach wie vor die örtlichen Reisebüros.

Keine Aufhebung der Bahnsteigsperren auf mehr als 60 v. H. aller deutschen Bahnhöfe ist für die nächsten Jahre geplant. Die Deutsche Bundesbahn begründet diese Entscheidung mit den ungünstigen Erfahrungen, die im Jahre 1954 im Bezirksamt Rosenheim gemacht wurden, wo versuchsweise die Bahnsteigsperren aufgehoben worden waren. Die zuverlässige Kontrolle erfordert eine bedeutende Verstärkung des Zugpersonals in den Reisezügen. Schwierigkeiten dabei verursache die Tatsache, daß das an den Bahnsteigsperren freiwerdende Personal sich zu einem erheblichen Teil aus Kriegs- und Unfallverletzten zusammensetzt und daher nicht im Zugbegleitdienst verwendet werden kann.

Noch hundert Jugendherbergen müssen in der Bundesrepublik gebaut werden, bis die Entfernung von einer Herberge zur anderen nicht mehr als eine Tageswanderung beträgt. Wie das deutsche Jugendherbergswerk bekannt gibt, haben im vergangenen Jahr in den 730 Jugendherbergen etwa 8 Millionen übernachtet.

Die Aachener Heiligtumsfahrt die seit Jahrhunderten stattfindet und der Verehrung der im Dom zu Aachen aufbewahrten kirchlichen Heiligtümer gewidmet ist, wird 1958 nach siebenjähriger Pause vom 10. bis 27. Juli wieder veranstaltet. An jedem dieser Tage wird um 8 Uhr ein Pontifikalamt im Dom und eine Prozession abgehalten.

Wer Ostern nach Sylt will, der muß sich sputen. Dank der Wochenendfahrten, die die Bundesbahn seit einem Jahr nach der Nordseeinsel durchführt, ist nie Nachfrage außerordentlich stark. Bis Ende März sind diese Wochenendausflüge noch zu den Pauschalpreisen von 39,30 DM, 40,80 DM und 45,30 DM möglich. In diesen Preisen sind die Eisenbahnreise, die Übernachtung, vier Mahlzeiten und die kostenlose Benutzung der Kuranlagen enthalten.

Ludwig II. hat, nach den Worten des Züricher Verkehrsdirektors Dr. Kämpfer, die Stadt München mit ihren 2 1/2 Millionen Übernachtungen zum größten Fremdenverkehrsort der Bundesrepublik gemacht. Die Museen und Sammlungen der bayerischen Hauptstadt würden, mehr und mehr ihre Hauptattraktionen. Die Zahl der Touristen, die nach Museen, Konzerten und Baudenkmälern fragten, sei im Zunehmen begriffen. In der Schweiz stehe Zürich an der Spitze in der Fremdenverkehrsstatistik mit 1 3/4] Millionen Übernachtungen.

Die französischen Eisenbahnen vermieten auf allen größeren Bahnhöfen Frankreichs an Reisende, welche die Nacht nicht im Liege- oder Schlafwagen verbringen wollen, frisch gereinigte Kopfkissen und Decken für die Nachtfahrt zu mäßigen Preisen.