Wenn einer sich auf das Hauptgebiet Philosophie wirft, so ist das ein Zeichen eines echten Idealismus. Sokrates und Plato hätten ihm entschieden abgeraten; dieser verleugnete seine eigenen philosophischen Schriften, jener schrieb schon gar nichts, vermutlich, weil er gewiß war, keinen Verleger zu finden." Mit solchen Worten rühmte Eduard Spranger vor fünf Jahren den Verleger Felix Meiner, als er die 70 vollendete, und ein anderer unter seinen berühmten Autoren, Albert Schweitzer, pries des Freundes "Verlegeridealismus- und Verlegermut".

Felix Meiner hatte diese Eigenschaften nicht nur in zäher, kontinuierlicher Arbeit ruhiger Friedenszeiten bewiesen, sondern auch, als es galt, den Verlag, der 1943 in Leipzig bei einem Luftangriff zerstört wurde, wiederaufzubauen, und 1951, als er ihn nach Hamburg verlegte, noch einmal ganz von vorne anzufangen.

Es sei zu Meiners fünfundsiebzigstem Geburtstag am 25. März dankbar an seine größten Unternehmungen erinnert: die "Philosophische Bibliothek", die Gesamtausgaben der Werke des Nicolaus Cusanus und der Schriften Friedrich Hegels. C. O. F.