Vor 75 Jahren gründeten auf Emil Rathenaus Initiative drei Bankhäuser die„Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität“. Ihr Zweck war die Einführung des Edison Beleuchtungssystems in Deutschland. – Das war der Ausgangspunkt des späteren Weltunternehmens AEG (Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft, Berlin-Grunewald/Frankfurt/Main), das überall im In-und Ausland Versorgungsunternehmen schuf, Leitungsnetze baute und den Stromabnehmern, angefangen von Privathaushalt bis zu Industriegesellschaften, elektrische Maschinen und Apparate verkaufte.

Der erste Weltkrieg und die folgenden Jahre brachten der AEG große Verluste. Unter der Führung von Hermann Bücher gewann die AEG ihre alte überragende Bedeutung zurück. 1945 versank das Unternehmen mit seiner Heimatstadt Berlin in Schutt und Asche. 90 v. H. der Fabrikationsstätten gingen verloren. Später gelang es der AEG, sich in Berlin und in Westdeutschland in zäher Arbeit erneut ein tragfähiges Fundament zu schaffen, und das Unternehmen, das heute wieder 55 000 Menschen beschäftigt, in wenigen Jahren neu aufzubauen. Ihm kamen neben den großen Unternehmerleistungen seiner führenden Männer vor allem die ungeheure Dynamik der Welt-Elektrowirtschaft zugute. Sie brachte die Konjunktur, die es der AEG ermöglichte, ihre alte Weltstellung zurückzugewinnen. W. R.