Mit einer Ausnahme haben sich sämtliche Hypothekenbanken gegen eine vorschnelle Einführung des 6 1/2prozentigen Pfandbrieftyps ausgesprochen. Auch die Braunschweig-Hannoversche Hypothekenbank, deren Grundkapital von 6 Mill. DM sich zu 63,2 v. H. bei der Braunschweigischen Staatsbank, Braunschweig, befindet, mahnt zum Maßhalten in der Beurteilung des Kapitalmarktes. „Wir glauben nicht“, so heißt es im Geschäftsbericht, „daß die zur Zeit gegebenen guten Absatzmöglichkeiten zu der Annahme, der Markt sei fast unbegrenzt aufnahmefähig, berechtigen können.“

Aus der Gewinn- und Verlustrechnung geht hervor, daß das Berichtsjahr 1957 ein gutes Jahr für das Institut war. Das Ergebnis wurde dazu benutzt, die Reserven zu starken, die sich nach Zuführung von 1,638 Mill. DM am 31. Dezember 1957 auf 5,7 Mill. DM stellten. Den Aktionären wird die Verteilung einer auf 10 (9) v. H. erhöhten Dividende vorgeschlagen werden (HV 23. Mai 1958).

Die Schuldverschreibungen im Umlauf werden mit 216,2 Mill. DM ausgewiesen. Aufgenommene langfristige Darlehen betragen 60,1 Mill. DM. u e

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Bei der Hypothekenbank in Hamburg wurden in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres für rund 62 Mill DM Pfandbriefe und Kommunalobligationen abgesetzt. Damit erreichte der Absatz bereits 150 v. H. des im Geschäftsjahr 1957 erzielten Verkaufsergebnisses. Bis zur Erreichung der Umlaufgrenze sind nur noch 80 Mill. DM frei. Damit ist die Frage einer weiteren Kapitalerhöhung aktuell geworden, die wahrscheinlich in der Zeit vom Spätsommer dieses Jahres bis zum Frühling nächsten Jahres durchgeführt werden muß. Da außerdem für 1958 mit einer Dividendenerhöhung gerechnet werden kann, werden die Aktien der Bank an der Börse für preiswert gehalten (Kurs 203 v. H.). Für 1957 wurden auf Beschluß der HV 10 (9) v. H. ausgeschüttet.