Seit Lord Pakenham die Währungsreform endgültig in Aussicht gestellt hat, ist der Run auf die Briefmarke als „inflationssicheres Wertobjekt“ noch stärker geworden. Jeder fünfte Amerikaner und jeder zehnte Deutsche sammelt nach Ansicht von Fachkennern Briefmarken. Der materielle Vorteil aus dieser Passion liegt bei der Steuer, der Post und dem Briefmarkenhandel. Hier ist Geld zu verdienen, denn der Briefmarkenhandel ist frei von Bewirtschaftungsvorschriften und Preisstopp. Eine steuerliche Kontrolle ist durch den üblichen Barkauf bei mehr oder weniger fachlich fundierter Bewertung des Handels-Objektes erschwert. Daher hat sich diese Branche jetzt erheblich aufgebläht, und die Spreu wird sich vom Weizen erst nach dem großen Schnitt trennen ... Als schmerzlich wird empfunden, daß sämtliche Marken aus der Zeit von 1933 bis 1945 nicht gehandelt werden dürfen. W-n.